AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Sri LankaTropeninsel und gespaltenes Land

Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern verschiedener Religionsgemeinschaften.

Spectacular view of the Lion rock surrounded by green rich vegetation. Picture taken from Pidurangala Rock in Sigiriya, Sri Lanka.
© Andrea - stock.adobe.com
 

Sri Lanka ist ein Inselstaat im Indischen Ozean. Die offizielle Hauptstadt mit dem Regierungssitz heißt Sri Jayewardenepura, de facto gilt aber Colombo als Hauptstadt. Das Land ist religiös gespalten.

Die Tropeninsel mit ihren laut Weltbank mehr als 21 Millionen Einwohnern ist mehrheitlich buddhistisch. Rund 12,6 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, 9,7 Prozent Muslime und 7,4 Prozent Christen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der verschiedenen Religionsgemeinschaften.

Seit Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009 wurden nach Angaben des deutschen Außenministeriums in Sri Lanka bis zum 21. April 2019 keine Terroranschläge mehr verübt. Militär und Polizei seien aber "weiterhin sichtbar präsent".

Im Bürgerkrieg von 1983 bis 2009 kämpften die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden der Insel. Die Tamilen sind zumeist Hindus. Die LTTE verübte im ganzen Land Selbstmordanschläge und sprengte Züge in die Luft. Die Armee bombardierte das Siedlungsgebiet der Tamilen. Schätzungen zufolge starben während des Bürgerkriegs an die 100.000 Menschen.

Sri Lanka: Tropeninsel und Touristenmagnet

Sri Lanka ist unter anderm bekannt für seine Teeplantagen im Hochland rund um Nuwara Eliya.

Katrin Schwarz

Mit einem Export von 230 Millionen Kilo jährlich gehört der 65.610 Quadratkilometer große Inselstaat im Indischen Ozean zu den größten Tee-Exporteuren der Welt.

Katrin Schwarz

Sri Lanka hat unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie etwa den Zahntempel. Hier soll unter sieben goldenen Schatullen, sogenannten Dagobas, ein Eckzahn Buddhas stecken. Die heilige Reliquie wird von Pilgern verehrt, sehen darf man den Zahn selbst nicht. 

Katrin Schwarz

Gläubige bringen in den Tempeln Blumenopfer dar: Nur spezielle Blumen werden geopfert - darunter Seerosen, Lotus, Jasmin und Frangipani, die duftenden Blüten des Tempelbaums.

Katrin Schwarz

1800 Stufen führen durch ein Areal an Seen und Gärten auf den Monolithen, den Löwenfels von Sigiriya – wo man von den barbusigen Wolkenmädchen empfangen wird.

 

Katrin Schwarz

Ebenfalls Unesco-Weltkulturerbe ist die zweite Hauptstadt von Sri Lanka Polonnaruwa. Sie wurde im 11. und 12. Jahrhundert gebaut. 

Katrin Schwarz

Wunderschöne in Fels gehauene Buddhastatuen gibt es im "Felsenkloster"Gal Vihara in Polonnaruwa. Insgesamt sind vier Skulpturen aus dem Hang eines Felsen gehauen. Die Statue im Bild zeigt den meditierenden Buddha an einer geschmückten Felswand. 

 

Katrin Schwarz

Bildung spielt in Sri Lanka eine wichtige Rolle, die Alphabetisierungsrate beträgt über 90 Prozent. Schüler tragen weiße Schuluniformen. 

Katrin Schwarz

Lehrerinnen tragen den traditionellen Sari: Hier zwei Schülerinnen mit ihrer Lehrerin

Katrin Schwarz

Das wichtigste Anbauprodukt ist Reis. Insgesamt werden 123 verschiedene Reissorten in Sri Lanka angebaut und Reisfelder machen etwa ein Drittel der Gesamtanbaufläche in Sri Lanka aus.

Katrin Schwarz

Tuk-Tuks sind beliebte Verkehrsmittel.

Katrin Schwarz

Die Peradeniya Royal Botanic Gardens sind der größte Schaugarten Sri Lankas. Unzählige tropische Pflanzen, Orchideen und Palmen sind hier vertreten.

 

Katrin Schwarz

Galle, an der Südspitze Sri Lankas gelegen, war einer der wichtigsten Häfen im 16. und 17. Jahrhundert. Gegründet wurde die Stadt von den Portugiesen, später von den Niederländern erweitert. Die Altstadt liegt auf einer Landspitze, die von einem holländischen Fort umrundet ist. Die Festungsmauern hielten sogar dem Tsunami stand. 

Katrin Schwarz

In Negombo sieht man, dass der Strand für die Fischer Arbeitsplatz ist.

Katrin Schwarz
1/14
Die LTTE wurde unter anderem von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft. Auch der staatlichen Armee werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.

Heute ist die LTTE zerschlagen. Doch der Konflikt schwelt weiter. Etliche Tamilen suchen noch nach Angehörigen, die nach 2009 in Internierungslager der Armee kamen und seitdem verschwunden sind. Menschenrechtsorganisationen berichten von bis heute anhaltenden Entführungen, Vergewaltigungen und Folter von Tamilen durch Sicherheitskräfte.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren