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Laut UNICEF Kinder in Syrien nach wie vor schwer gefährdet

Die Situation in Idlib im Nordwesten Syriens, wo der Kampf gegen Jihadisten tobt, ist besonders besorgniserregend. 59 Kinder seien dort in den vergangenen Wochen getötet worden.

© APA (AFP)
 

Vor dem Hintergrund der Syrien-Geberkonferenz der Vereinten Nationen, die dieser Tage in Brüssel stattfindet, fordert das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF den Schutz syrischer Kinder und dauerhafte Lösungen für ihre Notlage: Dass sich der Bürgerkrieg nach acht Jahren dem Ende nähere, sei ein "Irrglaube". "Die meisten Kinder in Syrien sind so gefährdet wie zu keinem anderen Zeitpunkt des Bürgerkriegs."

59 Kinder getötet

Während die Gewalt in einigen Teilen Syriens nach acht Jahren Bürgerkrieg nachgelassen habe, gehe sie begleitet von schwersten Kinderrechtsverletzungen, in anderen unvermindert weiter, berichtete UNICEF Österreich am Mittwoch. Die Situation in Idlib im Nordwesten Syriens, wo der Kampf gegen Jihadisten tobt, ist demnach besonders besorgniserregend. 59 Kinder seien dort in den vergangenen Wochen getötet worden.

Im Gesamtjahr 2018 seien in Syrien rund 1.100 Kinder bei Kämpfen getötet worden - die höchste Opferzahl von Kindern in einem einzigen Jahr seit Kriegsbeginn 2011. Die Dunkelziffer wird jedoch weitaus höher vermutet. Im Jahr 2018 habe es zudem 262 Angriffe auf Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen in Syrien gegeben - ebenfalls ein Rekordhoch.

UNICEF arbeitet in ganz Syrien und in den Nachbarländern daran, ausgebombte, verwaiste und unterernährte Kinder mit grundlegender Gesundheit, Bildung und Ernährung zu versorgen und vor Gewalt zu schützen. Dafür benötigt das UNO-Hilfswerk nach eigenen Angaben heuer 1,2 Milliarden US Dollar (gut 1,0 Mrd. Euro) und ersucht um Spenden.

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