AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Streik und MassenprotesteMillionen Spanierinnen legten am Frauentag Arbeit nieder

Am Abend gingen in mehreren Städten nach Behördenangaben mehr als eine halbe Million Menschen für mehr Frauenrechte auf die Straße.

In Madrid beteiligten sich am Abend rund 350.000 Frauen an einer Demonstration für Frauenrechte
In Madrid beteiligten sich am Abend rund 350.000 Frauen an einer Demonstration für Frauenrechte © AP
 

Mit einem Streik und Massenprotesten haben anlässlich des Internationalen Frauentags in Spanien Millionen Frauen für mehr Gleichberechtigung demonstriert. Landesweit folgten mehr als sechs Millionen Menschen am Freitag dem Aufruf der beiden größten Gewerkschaften UGT und CCOO zu einem zwei Stunden langen Streik, wie die Gewerkschaft UGT mitteilte.

Mehr Frauenrechte

Am Abend gingen in mehreren Städten nach Behördenangaben mehr als eine halbe Million Menschen für mehr Frauenrechte auf die Straße. Der zweistündige Streik stand unter dem Motto "Wenn wir aufhören, steht die Welt still". Kleinere Gewerkschaften hatten zu einem ganztägigen Ausstand aufgerufen. Im nördlichen Baskenland musste beispielsweise das Regionalparlament eine Sitzung verschieben, weil die meisten weiblichen Abgeordneten nicht erschienen.

In Madrid beteiligten sich am Abend rund 350.000 Frauen an einer Demonstration für Frauenrechte. In Barcelona gingen rund 200.000 Menschen auf die Straße. Auch in anderen Städten des Landes gab es Demonstrationen, unter anderem in Sevilla und Bilbao.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich landesweit Millionen Frauen an den Streiks und Kundgebungen beteiligt. Auch diesmal schlossen sich Prominente wie die linke Bürgermeisterin von Madrid, Manuela Carmena, oder die Rundfunkjournalistin Pepa Bueno den Streiks an.

Viele Minister der sozialistischen Regierung hatten ebenfalls angekündigt, auf die Straße zu gehen. Regierungschef Pedro Sánchez sicherte den Protestierenden seine Unterstützung zu. Frauenrechte sind ein wichtiges Wahlkampfthema vor den vorgezogenen Parlamentswahlen Ende April.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren