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WWFUNO-Konvention gegen Plastikmüll im Meer gefordert

Der WWF fordert von den UNO-Staaten, dass von 2030 an kein Plastik mehr ins Meer gelangen darf, auch keine winzigen Mikroplastik-Teilchen.

© APA/AFP/ANWAR AMRO
 

Der WWF fordert eine UNO-Konvention gegen die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll. Auf der UNO-Umweltkonferenz in Nairobi kommende Woche könne dafür der Startschuss fallen, sagte Bernhard Bauske, der sich bei der Naturschutzorganisation in Deutschland um das Thema kümmert, am Dienstag.

Deutschland stehe als einer der größten Produzenten und Exporteure von Plastikmüll in der Verantwortung, sich für eine globale Konvention einzusetzen. Der WWF fordert von den UNO-Staaten, dass von 2030 an kein Plastik mehr ins Meer gelangen darf, auch keine winzigen Mikroplastik-Teilchen.

Hälfte des Plastikmülls aus G7-Staaten

Einem am Dienstag veröffentlichten WWF-Report zum Plastikmüll zufolge kommt die Hälfte des weltweit exportierten Plastikmülls aus den G7-Staaten, darunter auch aus Deutschland. 2016 seien das rund 6,5 Millionen Tonnen gewesen. "Die Reise dieses Plastikmülls endete hauptsächlich in südostasiatischen Ländern mit schlechtem oder keinem Abfallmanagement-System, die Hauptquelle für den Plastikmüll in den Ozeanen sind", schreiben die Umweltschützer.

Das deutsche Umweltministerium hatte Mitte Februar darauf verwiesen, dass für eine strengere Kontrolle der Müllexporte die Bundesländer zuständig seien. Ein Exportverbot sei "weder sinnvoll noch möglich", wenn es sich bei Plastikabfall um wertvolle Rohstoffe handle. Es sei aber verboten, dass die Exporte im Ausland auf Deponien landeten. Der Anteil exportierten Plastikmülls sei "nicht besonders hoch" - bei Abfällen, die im Gelben Sack oder der Gelben Tonne landeten, liege er bei "geschätzt zwei Prozent", sagte ein Sprecher.

Staats-und Regierungschefs sowie Umweltminister aus aller Welt treffen sich von 11. bis 15. März im kenianischen Nairobi zum Gipfel des UNO-Umweltprogramms.

 

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