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Syrien Massengrab mit mutmaßlichen Yeziden entdeckt

In dem von der syrischen Miliz SDF zurückeroberten Teil der letzten IS-Enklave Baghouz ist ein Massengrab mit Dutzenden Toten entdeckt worden.

Archivbild © APA/AFP/FADEL SENNA
 

Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben eines SDF-Kommandanten vermutlich um Yeziden. "Sie wurden niedergemetzelt", sagte Adnan Afrin von den von den USA unterstützten SDF am Donnerstag. Die meisten Opfer seien enthauptet worden.

Baghouz liegt an der Grenze zum Irak und war das letzte größere besiedelte Gebiet in Syrien, das der IS noch unter seiner Kontrolle hatte. Die Yeziden sind eine religiöse Minderheit im Irak. Tausende von ihnen wurden getötet oder gefangen genommen und versklavt, als der IS 2014 das Sinjar-Gebirge und die Umgebung unter seine Kontrolle brachte.

Das von den Vereinten Nationen als Völkermord bezeichnete Vorgehen des IS gegen die Yeziden hatte die USA veranlasst, mit Luftangriffen in die Kämpfe gegen die Jihadisten einzugreifen. Der IS hatte 2014 weite Teile des Iraks sowie Syriens eingenommen und über die Staatsgrenzen hinweg ein Kalifat ausgerufen. Seit 2017 wurde er aus immer mehr Gebieten verdrängt. Auch im Nordirak wurden nach der Vertreibung des IS Massengräber mit Yeziden gefunden.

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