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Er wurde geblitztPolizist wurde verurteilt, weil er während Verfolgungsjagd raste

Der Mann war während des Einsatzes auf einer auf 50 km/h begrenzten Straße mit 126 km/h geblitzt worden.

Das Gericht sagt, der Polizist habe nicht rasen dürfen
Das Gericht sagt, der Polizist habe nicht rasen dürfen © AP
 

Ein Genfer Polizist ist wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung bei einer Verfolgungsjagd zu einer bedingten Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Der Mann war während des Einsatzes auf einer auf 50 km/h begrenzten Straße mit 126 km/h geblitzt worden.

Der Fahrer will gegen das Urteil des Genfer Polizeigerichts Rekurs einlegen, wie sein Anwalt Jacques Roulet am Donnerstag sagte. "Mein Mandant wird verurteilt wie jeder gewöhnliche Fahrer, der sich in einer 50 km/h-Zone wie ein Idiot verhält", bestätigte er Berichte der Zeitungen "Le Temps" und "Tribune de Geneve". Das Gericht habe die Strafe ohne jegliche Mäßigung hinsichtlich der Funktion und des Auftrags des Polizeibeamten beibehalten, kritisierte er das Urteil.

Einbrecher sollte geschnappt werden

Der Polizist, damals noch in Ausbildung, war im Februar 2017 an einer Verfolgungsjagd mit Sirene und Blaulicht beteiligt. Ziel des Einsatzes war es, als gefährlich eingestufte Einbrecher abzufangen. Dabei wurde sein Fahrzeug mit 76 km/h zu viel auf dem Tachometer geblitzt.

Die Anklage stützt sich auf den Raserartikel im Straßenverkehrsgesetz, der auch für Polizisten angewendet wird. In diesem Fall vertraten die Richter die Ansicht, dass der Zweck der Tempoüberschreitung darin bestand, Einbrecher abzufangen und nicht darin, Menschenleben zu retten.

Kommentare (2)

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paulrandig
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Wir sind nicht in einem US-amerikanischen Videoclip.

Bei Verfolgungsjagden passieren unglaublich viele Kollateralschäden, vor allem, wenn die Verfolgten im Stress der Flucht immer mehr Risiken eingehen. Wozu gibt es Video, Funk, Drohnen, Hubschrauber, Diensthunde, Handys und andere Polizeiautos?
Ich weiß nicht, zu welcher Tageszeit auf welcher Straße das passiert ist. Ich bin selbst im Rettungseinsatz schon 115 im 50er gefahren, aber auf einer menschenleeren vierspurigen geraden Straße mitten in der Nacht.
Hier geht es um Gefährdngspotential. Nur, weil ein Verbrecher rast, muss man es ihm nicht nachmachen. Hetzt man ihn, rast er nur noch schneller. Manchmal ist es wirklich besser, das Hirn zu benutzen anstatt den Bleifuß.

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Bisdumoped
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Leider kann man Hausverstand nicht lernen

Aber nach einigen zweifelhaften Richtersprüchen in letzter Zeit wäre es angebracht, für Richteranwärter zumindest einen entsprechenden Test einzuführen.

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