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In Israel Katalog ohne Frauen: Ikea wird geklagt

Mindestens 3,6 Millionen Euro Schadenersatz fordert das Israelische Religiöse Aktionszentrum.

Keine Frauen im Katalog: Ikea wird verklagt
Keine Frauen im Katalog: Ikea wird verklagt © AP
 

Aus Rücksicht auf streng-religiöse Juden hatte das Möbelhaus Ikea in Israel eine Broschüre ohne Abbildungen von Frauen herausgegeben - nun klagt eine Organisation im Namen einer national-religiösen Jüdin dagegen wegen Diskriminierung. Mindestens 3,6 Millionen Euro Schadenersatz fordert das Israelische Religiöse Aktionszentrum (IRAC) deshalb in einer entsprechenden Sammelklage.

Die Klage wurde von der Organisation aus Jerusalem am Mittwoch bestätigt. Auf den Bildern in der Broschüre waren nur Männer und Buben zu sehen, auch wenn es um Familiensituationen ging. "Ziel der Sammelklage ist, die Frauen zu entschädigen, die durch das diskriminierende und ausschließende Verhalten Ikeas verletzt wurden", sagte Anwalt Orli Eres Lachovski. Die Klage müsse noch vom zuständigen Gericht angenommen werden. Die national-religiöse Jüdin hatte Frauen von der Broschüre laut IRAC diskriminiert gesehen.

Ikea äußerte sich zunächst nicht

Ikea äußerte sich zunächst nicht zu der Klage. Vor zwei Jahren hatte sich das Unternehmen nach Kritik an dem Produkt dafür entschuldigt.

In Israel sind rund zehn Prozent der rund neun Millionen Einwohner streng-religiöse Juden. Manche von ihnen leben in eigenen Städten und Vierteln, wie Mea Shearim in Jerusalem. Häufig widmen sich die Männer dem religiösen Studium, während die Frauen arbeiten gehen. Mädchen und Frauen tragen Röcke und züchtige Kleidung mit langen Ärmeln und geschlossenen Schuhen. Verheiratete Frauen bedecken ihr Haar mit einem Tuch oder einer Perücke. Die Abbildung von Frauen in der Öffentlichkeit ist bei ihnen verpönt.

Kommentare (12)

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paulrandig
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Noch eine Idee:

Einfach von Kindern mit Buntstiften Strichmännchen - äh, Strichmenschchen - in die Fotos reinzeichnen lassen.

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clubderbunten
2
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Divers

Nemmt doch das Geschlecht Divers also das 3.Geschlecht also weder männlich noch weiblich - damit ist man auf jeden Fall aus dem Schneider.

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paulrandig
6
26
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Nimmt man hingegen Frauen für die Bilder,...

...ist das sexistisch, weil sie dann nur der optischen Behübschung dienen.
Lösungsvorschlag:
Mittels Software lassen sich sicher genug geschlechtslose Models generieren

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erstdenkendannsprechen
15
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Schade, dass ich da nur einmal rot geben kann.

Ein komplexes Thema primitiv kommentiert und dafür beklatscht worden - herzlichen Glückwunsch!

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paulrandig
2
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erstdenkendannsprechen

Tja, die Menge an Zeichen hier ist begrenzt. Das Thema ist unendlich. Mein Hirn ist es nicht. Warum also nicht aus der Not eine Tugend machen?

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joe1406
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Männer widmen sich dem religiösen Studium

die Frauen gehen arbeiten. Religion ist eine männliche Erfindung - die Chefs waren alle Männer. Und das ist wohl auch 2019 noch so.

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paulrandig
0
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joe1406

Und wetten, dass die Männer, während ihre Frauen arbeiten, beim religiösen Studium viele Argumente entdecken, die besagen, dass sich Männer dem religiösen Studium widmen sollen, während die Frauen arbeiten?

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10solach
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Wir leben in einer Welt...

In der man es nie allen recht machen kann. Traurig (siehe Kuh-Urteil)

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selbstdenker70
1
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...

Nachdem es in Mittelalter keinen IKEA gab, soll er in solchen Ländern auch nichts verkaufen.

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Hildegard11
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IKEA

Ganz naiv betrachtet würde ich sagen, dass die Art der Werbung jedem Unternehmer frei steht. Wenn Frauen sich nicht angesprochenen fühlen sollen sie halt nix kaufen

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Sam125
16
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In Israel

Ja, die radikal- religiösen Auswüchse, gibt es leider in jeder Religion! Aber solange diese radikalen Auswüchse sich nicht mit Terror, Mord und Vergewaltigungen gegen "Ungläubige" richten, so muss man das leider so akzeptieren! Und es ist gut, dass die Menschen gegen Diskriminierungen der Frauen , rechtlich vorgehen!

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Carlo62
1
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Also wie jetzt?

Frauen abbilden, dann klagen die streng Gläubigen; Frauen nicht abbilden, dann klagen die anderen. Die Lösung: die sich diskriminiert fühlenden Frauen klagen die Strenggläubigen!

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