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Nach Dammbruch in BrasilienTÜV will keine Sicherheitserklärung mehr ausstellen

Die brasilianische Regierung hat angekündigt, die Sicherheitsstandards für Abraumdämme zu erhöhen oder diese bis 2021 abzubauen.

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Nach einem verheerenden Dammbruch im brasilianischen Brumadinho will der TÜV Süd keine weiteren Sicherheitserklärungen für Abraumdämme in dem Land mehr ausstellen. Im Jänner waren hunderte Menschen von einer Schlammlawine begraben worden, als ein Staudamm des Minenbetreibers Vale brach.

Die Behörden untersuchen, inwieweit Techniker und Manager des Konzerns über den schlechten Zustand des Dammes unterrichtet waren. Der TÜV Süd hatte den Damm im Auftrag des Minenbetreibers geprüft und offenbar Zertifikate ausgestellt, laut denen er in Betrieb bleiben durfte. Die brasilianische Regierung hat inzwischen angekündigt, die Sicherheitsstandards für Abraumdämme zu erhöhen oder diese bis 2021 abzubauen.

In einer Mitteilung begrüßte der TÜV Süd diese Entscheidung. Gleichzeitig bezweifelte das Unternehmen, ob das brasilianische Prüfsystem Menschen und Umwelt angemessen vor Risiken durch Abraumdämme schützen kann.

Der TÜV Süd will sich selbst von den Sicherheitsstandards überzeugen. "Mit der Unterstützung eigener und externer Experten führt TÜV Süd eine Untersuchung interner Prozesse sowie möglicher Ursachen für den Dammbruch in Brumadinho durch", so das Unternehmen weiter. Sollten die Prüfer Sicherheits-Erklärungen wider besseres Wissen unterschrieben haben, wäre das "inakzeptabel".

Brasilien: Trauer nach Schlammlawinen-Tragödie

Die Zahl der Toten nach einem Dammbruch in Brasilien dürfte noch steigen.

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Die Trauer ist groß.

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Immer noch werden Tote aus den Schlammmassen geborgen.

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Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist gering.

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Auf der Suche nach den Verantwortlichen des Unglücks nahm die Polizei zwei Mitarbeiter des Münchner Unternehmens TÜV Süd fest.

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Zudem nahm die Polizei drei Mitarbeiter der Betreiberfirma Vale fest

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Bereits im Jahr 2015 gab es im Bundesstaat Minas Gerais ein ähnliches Unglück. Bei der "Tragödie von Mariana" kam es in einem Eisenerzbergwerk zu einem Dammbruch an einem Rückhaltebecken.

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Vale kündigte nach der neuen Katastrophe weitreichende Konsequenzen an.

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In Rio de Janeiro erinnerten Demonstranten mit einer Kunstperformance an die Opfer des Unglücks und erhoben schwere Vorwürfe gegen Vale.

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Rotbraun beschmierte Menschen legten sich vor das Hauptquartier des Bergbaukonzerns im Stadtteil Botafogo und hinterließen ihre Handabdrücke an einer Glaswand.

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Eine schwarz verhüllte Frau trat als Tod auf, weitere Demonstranten enthüllten Plakate und beschrieben die Wände mit Slogans wie "Es war kein Unfall, es war ein Verbrechen", "Mörder" und "Gerechtigkeit für Brumadinho".

 

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