AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Asteroid könnte einschlagen "Bennu" rast auf die Erde zu: NASA plant Abwehr

"Bennu" könnte auf der Erde einschlagen - Wenn überhaupt aber erst in mehr als 100 Jahren . Trotzdem bereitet sich die Nasa bereits vor.

Sujetbild © AP
 

"Bennu" bereitet der NASA schon länger Sorgen: Der Asteroid könnte auf der Erde einschlagen. Das würde - wenn überhaupt - zwar erst in mehr als 100 Jahren passieren, die NASA denkt aber trotzdem schon heute über eine Abwehr nach. Ab Dezember soll eine Sonde der US-Raumfahrtbehörde den Asteroiden zunächst genau untersuchen.

Über den 25. September 2135 machen sie die meisten Menschen vermutlich keine Gedanken, aber einigen Wissenschaftern bereitet dieser Tag schon jetzt große Sorgen. 1 zu 2.700 beträgt derzeitigen Berechnungen zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass der Asteroid "Bennu" an diesem Tag der Erde gefährlich nahe kommt. Ein Aufprall würde 80.000 mal mehr Energie freisetzen als die Hiroshima-Atombombe, heißt es vom US-Forschungszentrum Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in Kalifornien. "Die Chancen eines Einschlags mögen jetzt gering aussehen, aber die Konsequenzen wären verheerend", sagte LLNL-Forscherin Kirsten Howley.

Gefährlichster derzeit bekannter Asteroid

Die US-Raumfahrtbehörde NASA zählt "Bennu" zu den gefährlichsten der derzeit bekannten Asteroiden - und will auf einen drohenden Einschlag vorbereitet sein. Schon 2016 startete die Mission "Osiris Rex" (die Abkürzung steht für: Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer) zu "Bennu" - die erste US-Mission zu einem Asteroiden. Dessen Name wurde von einem Schüler in einem Wettbewerb in Anlehnung an einen Vogel aus der altägyptischen Mythologie vorgeschlagen. Der tiefschwarze Riesenbrocken mit einem Durchmesser von etwa 500 Metern, größer als das Empire State Building, und einem Gewicht von rund 79 Milliarden Kilogramm kreist derzeit mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100.000 Kilometern pro Stunde um die Sonne.

Ab August soll "Osiris-Rex" laut NASA mit der Annäherung an "Bennu" beginnen, im Dezember ankommen und den Asteroiden ausgiebig mit fünf wissenschaftlichen Instrumenten und Kameras untersuchen. 2020 soll sich die Raumsonde dem Asteroiden soweit nähern, dass sie mit einer Art Roboter-Arm eine Probe von mindestens 60 und bis zu 2.000 Gramm aufsaugen kann. 2023 soll eine Kapsel mit der Probe zur Erde zurückkehren. Von den bei der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission erhobenen Daten und der Auswertung der Probe erhofft sich die NASA genauere Informationen über den Asteroiden - und damit auch über das Risiko für einen Aufprall auf die Erde.

Für den Ernstfall trifft die NASA weitere Vorbereitungen: Zusammen mit dem Forschungszentrum LLNL wird derzeit ein Abwehrsystem entwickelt, das bisher nur auf dem Papier existiert, aber wegen seiner Ähnlichkeiten mit dem Action-Film "Armageddon" schon jetzt für Schlagzeilen sorgt: Ein neun Meter langer und fast neun Tonnen schwerer Flugkörper namens "Hammer" (Hypervelocity Asteroid Mitigation Mission for Emergency Response vehicle) könnte demnach verwendet werden - entweder als Rammbock oder als Transporter für einen Atomsprengkörper -, um "Bennu" von einem möglichen Kurs auf die Erde abzubringen.

Einen solchen Flugkörper im Detail zu planen, zu bauen und startklar zu machen, würde den Vorhersagen der LLNL-Forscher zufolge, die sie im Fachjournal "Acta Astronautica" veröffentlichten, mehr als sieben Jahre dauern - mindestens. Zudem müsste "Bennu" stärker angeschubst werden je näher er der Erde kommt, auch deshalb müssen die Wissenschafter so frühzeitig planen. 25 Jahre vor dem berechneten Einschlag würden etwa elf "Hammer"-Rammböcke benötigt, zehn Jahre davor wären es bis zu 53. Eine mögliche Abwehr mit Atomsprengkörpern berechneten die Wissenschafter zunächst noch nicht bis ins Detail, das soll in einem weiteren Forschungsartikel folgen.

Entscheidend für die Berechnungen sind die Daten der "Osiris Rex"-Mission, deren Ankunft bei "Bennu" Ende des Jahres von den Wissenschaftern mit großer Spannung erwartet wird. "Wir fliegen zu "Bennu", weil wir wissen wollen, was der Asteroid während seiner Entstehung erlebt hat", sagt NASA-Manager Edward Beshore. Asteroiden gelten als Überreste unseres frühen Sonnensystems. "Die Erfahrungen von "Bennu" werden uns mehr über unser Sonnensystem und dessen Entstehung beibringen. Wie Polizisten in einer Krimiserie werden wir jedes Beweisstück untersuchen."

Kommentare (8)

Kommentieren
haumioh
15
2
Lesenswert?

mein Vorschlag

alle Dieselautos um die gleiche Zeit starten - durch den Treibhauseffekt wird der Bennu schwindelig und er verzieht sich dann

Antworten
SoundofThunder
6
10
Lesenswert?

🤔

Eine Nukleare Waffe hat im Vakuum des Weltraums keine Wirkung. Sie würde Strahlung und für einen kurzen Moment Hitze erzeugen,aber ohne eine Atmosphäre kann sie keine Druckwelle erzeugen. Man müsste jetzt schon beginnen ein Gerät zu entwickeln,dann es dem Asteroiden entgegen schicken,das Gerät in eine Parallele Bahn zum Asteroiden einschwenken und den Asteroiden über Jahrzehnte hinweg durch die Wechselseitige Schwerkraft von seiner Bahn ablenken. Alles ganz easy 😉 So what? PS:Und selbst wenn man den Asteroiden in tausend Teile sprengen kann: Dann hat man statt einem Einschlag hunderte kleinere!

Antworten
UVermutung
0
3
Lesenswert?

Es wird wahrscheinlich der NASA eher darum gehen das Budget zu rechtfertigen

...aber eine an der Oberfläche oder knapp darunter gezündete Bombe hätte zweifellos den Effekt dass Material gerichtet vom Asteroiden weg beschleunigt wird und somit ein Impuls auf diesen erzeugt wird. Ein Satellit der parallel zu diesem Himmelskörper fliegt würde durch dessen Schwerkraft angezogen werden und einfach ein gemeinsames system bilden. Natürlich könnte der Satellit mittels Rakete vom Asteroiden weg bewegt werden und der Asteroid folgt der Schwerkraft des Satelliten aber die Masse dieses Satelliten müsste erheblich sein um den 80 Mio Tonnen Brocken zu beeindrucken.
Da momentan die öffentlichen Mittel für Forschung in USA eher eingeschränkt werden- es sei den es dient zum Nachweis dass die Erde doch erst 5000 Jahre alt ist, wie es in der Bibel steht- fürchte ich so eine Rakete wird es nicht spielen.
Ach ja die hunderten Einschläge: die sind eh dauernd und wenn man welche sieht, bringt das Glück. Aber echt.

Antworten
Hildegard11
32
3
Lesenswert?

Asteroid

Was in 100 Jahren passieren wird interessiert nicht einmal jene, die erst heuer geboren werden.

Antworten
Irgendeiner
3
5
Lesenswert?

Naja, ich würde doch hoffen daß auch wenn mich die Nematoden

schon genutzt und mit Hilfe der Lumbriciden materiell verteilt haben noch welche von unserer Spezies herumkrabbeln, vielleicht sogar ein klügere Generation,man darf ja träumen-und deshalb ist es mir nicht gleichgültig.Abgesehen davon,was die da überlegen kann auch durch Zufall in die andere Richtung passieren,da gibts noch anderes Fluggut da draußen,dann kommt der früher,da würde ich schon gerne vorbereitet sein.Ich mein,nicht jede Katstrophe ist vorhersehbar,aber bei denen wo es möglich ist sollte man in die Gänge kommen,ob Klimaerwärmung und Faunenschnitt oder große Steine die einem wie den Dinos auf das Kopferl fallen können.Andererseits, ihr schafft das ja nichtmal an der Urne.

Antworten
paulrandig
0
0
Lesenswert?

Lieber irgendeiner!

Ich fände so gerne mehr Ihrer Kommentare vorbehaltlos zustimmenswert. Aber diese inhaltlich völlig unnötigen Angriffe auf Ihre Leserschaft mag ich einfach nicht. Es liest sich, abgesehen von der Interpunktion, Ihr zugegebener Senf durchaus stimmig und würzig. Warum dann stets noch Glasscherben hineinstreuen?

Antworten
pesosope
17
21
Lesenswert?

Vielleicht täte es gut, von Zeit zu Zeit auch mal Fachliteratur zu lesen

Diese Asteroid KÖNNTE VIELLEICHT auf der Erde einschlagen, wenn er durch etwas abgelenkt WERDEN WÜRDE. Das Problem dabei ist aber, dass es milliarden solcher Asteroiden gibt, die, wenn sie abgelenkt werden, der Erde zu nahe kommen könnten. Die Berechnungen zeigen aber, dass die nächsten jahrtausende kein dzt. BEKANNTER Asteroid die Erde treffen wird.
Also, keine Zeitungsenten mehr bitte und auch keine "oh Gott, die Welt geht unter" Meldungen!

Antworten
hermannsteinacher
0
3
Lesenswert?

Solche Artikel sind aber sehr geeignet,

die Zeugen Jehovas zu erfreuen.

Antworten