Die Schweizer Jura-Gemeinde Pruntrut hat genug. Ins örtliche Freibad dürfen nur noch Schweizer Staatsangehörige, oder Personen, die einen Wohnsitz oder einen Arbeitsvertrag in der Schweiz haben. Alle anderen müssen draußen bleiben. Anlass waren laut Schweizer Medien, Badegäste aus Frankreich - sowie auch einige Schweizer -, die sich schlecht benommen hätten.

Pruntrut, auf Französisch Porrentruy, ist nur wenige Kilometer von der Grenze zu Frankreich entfernt. Daher kamen auch immer zahlreiche Franzosen in den Ort, um sich im Freibad der Jura-Gemeinde abzukühlen. Doch bereits seit Beginn habe es Probleme gegeben. Mehrfach seien gegen Franzosen bereits Hausverbote ausgesprochen worden. Konkret sei es zu unangemessenem Verhalten, Unhöflichkeit und der Nichteinhaltung der im Freibad geltenden Regeln gekommen, wird die Gemeinde zitiert. Junge Frauen seien etwa belästigt worden, auch wurde in Unterwäsche gebadet, statt in Badebekleidung, und nach Ermahnungen sei es zu aggressivem Verhalten gekommen.

Hitzewelle auch in der Schweiz

Da auch die Schweiz in den letzten Tagen von großer Hitze geplagt war, sei der Ansturm auf das Freibad entsprechend groß geworden, rechtfertigt die Gemeinde ihr Vorgehen gegenüber Schweizer Medien. Die Entscheidung sei daher vor dem Hintergrund der „starken Hitze und der extremen Besucherzahlen der letzten Tage zu verstehen“. Mit der Maßnahme soll die Sicherheit der Freibad-Besucher gewährleistet werden. Blieb jedoch nicht ohne Kritik. So wurden Stimmen vor allem unter Grenzgängern laut, die den Gemeindeverantwortlichen Fremdenfeindlichkeit vorwarfen.