Eigentlich ist die Zahl vier eine eher kleine Zahl, wenn aber eine Temperaturangabe damit beginnt, stöhnen die meisten Menschen gequält auf. Genau das steht in den kommenden Tagen in vielen Teilen Europas ins Haus. Und Hitzewellen an Land führen zu Rekordtemperaturen in den Meeren, wie es sie bereits jetzt Ende Juni gibt– so früh wie noch nie. Die verheerenden Folgen dieses Wechselspiels können sintflutartige Regenfälle oder großflächige Überschwemmungen sein – sprich Extremwetter, wie es etwa im vergangenen Jahr Spanien erleben musste.
Doch auch im Meer selbst haben die Rekordtemperaturen Folgen – in Form von toxischen Algenblüten, dem Massensterben von Bodenorganismen, schrumpfenden Seegraswiesen und großflächigen Korallenbleichen. Das könnte nur der Anfang sein. Besonders dramatisch kann sich laut Forschern das Durcheinanderwirbeln des Meeresökosystems auf das Nahrungsnetz auswirken – besonders Speisefische sollen betroffen sein. Das gesamte ökologische Gefüge gerät mehr und mehr aus dem Lot. Wie eine Art Kettenreaktion werden Lebensräume für Tiere und damit auch Existenzgrundlagen von Menschen zerstört.
Ist doch nur das momentane Wetter, möchte man beschwichtigen. Nein, es sind mehr als deutliche Zeichen der Erderwärmung durch den menschengemachten Klimawandel. Die Zahl vier ist eine eher kleine Zahl. Wenn aber eine Temperaturangabe damit beginnt, sind die Folgen riesig.