Schon einmal war Jorge Bergoglio, der Erzbischof von Buenos Aires, Kandidat für das höchste Amt in der katholischen Kirche gewesen. Die Progressiven, was auch immer das in einer Jahrtausende alten, auf Tradition fußenden Organisation bedeuten mag, hatten schon 2005 auf den Argentinier gesetzt, als die Mehrheit noch mit Josef Ratzinger auf eine Verlängerung des Pontifikats von Johannes Paul II. in Gestalt seines wichtigsten Mitarbeiters hoffte. Nach dessen Rückzug 2013 schien es für Bergoglio, der auf die Achtzig zuging, zu spät.