Es klingt beinah zu kitschig, um wahr zu sein. Mitglieder der Feuerwehr im norwegischen Lørenskrog haben ein Reh durch Kuscheleinheiten wieder zum Leben erweckt. Zuvor war das Reh in einen See gefallen, nachdem das Eis unter ihm gebrochen war. Die Körpertemperatur des Rehs sank in der Folge rapide schnell.

Die Feuerwehr konnte zunächst das Tier aus dem Eiswasser befreien, ehe man in weiterer Folge versuchte das Reh zu wärmen. „Wir haben das Reh an Land getragen. Es war so erschöpft und unterkühlt, dass es sich sofort hinlegte. Dann stand es wieder auf und lief ein paar Meter, bevor es wieder zusammenbrach“, sagt der Feuerwehrmann Kai Moberg gegenüber der norwegischen Zeitung „Dagbladet“.

© Roy Johansen

In der Folge packten seine Kollegen Roy Johansen und Henrik Skjelin unter das Reh ihre Jacken, um die Körpertemperatur des Tieres zu erhöhen. Das Vorhaben glückte. Nachdem es endlich wieder auf die Beine gekommen war, brachten die Feuerwehrmänner das Reh gemeinsam mit Mitarbeitern der Wildtierbehörde an einen Waldrand, um es wieder auszusetzen.

„Es lief etwa 40 Meter über das Feld. Dann drehte es sich um und sah uns an, bevor es im Wald verschwand. Es war, als ob es sich für unsere Hilfe bedanken wollte“, erzählt Kai Moberg.