Die Baumwanze gibt es als Schädling schon lange in der Steiermark, nun tauchen aber neue Arten auf, wie Johannes Gepp, Präsident des Naturschutzbundes Steiermark gegenüber dem ORF Steiermark sagt. Eine dieser eingewanderten Arten ist die aus dem Mittelmeerraum stammende Grüne Reiswanze.
Faule Paradeiser bei Befall
„Die ist plötzlich ganz häufig in unseren Gärten, geht das Gemüse an, vor allem die Paradeiser, da stechen sie hinein, saugen, bringen dadurch Viren hinein und damit werden die Paradeiser ein bisschen fauler. Das betrifft auch den Mais, auch den Wein und andere Gemüsesorten“, sagt Gepp im ORF. Die marmorierte Baumwanze ist eine weitere Art, die aus Amerika und Asien eingeschleppt wurde.
Kaum natürliche Feinde
Eine gesundheitliche Gefahr besteht für den Menschen nicht. Da die Wanze aber in Österreich noch kaum Feinde hat, gestaltet sich die Schädlingsbekämpfung schwierig, so Gepp: „Die marmorierte Baumwanze und auch die Reiswanze können bekämpft werden durch kleine Wespen, die man sogar kaufen kann und in Glashäusern wird die Bekämpfung sogar schon durchgeführt.“
Um Baumwanzen zu bekämpfen, können sie mechanisch eingefangen werden (mit dem Staubsauger oder mit Glas und Papier und in der Natur aussetzen) oder mit Hausmitteln wie eine Mischung aus Wasser, Seifenlauge und Essig, um sie zu vertreiben und abzutöten. Vorbeugend helfen auch Insektenschutzgitter an Fenstern und eine weitere Maßnahme: Ritzen und Spalten zu verschließen.