Seit seinem Abgang als Obmann Anfang Mai hatte Mario Bichler keine Funktion beim DSV Leoben, nun ist er in offizieller Funktion zurück beim Tabellenführer der Regionalliga Mitte, der angesichts finanzieller Turbulenzen mit dem Rücken zur Wand steht. Laut Mitteilung der Obersteirer habe sich der 38-Jährige bereit erklärt, „den Verein aus der Krise zu führen“. Dazu sei er mit einer Vollmacht ausgestattet worden.
Kampf gegen die Zeit
„Ich bin damals zurückgetreten in der Hoffnung, dass Stabilität einkehrt. Doch was ich in den letzten Monaten gesehen habe, war ein Albtraum. Wir stehen vor dem Abgrund, und ich kann nicht weiter zusehen, wie alles zusammenbricht“, sagt Bichler, der von einem Kampf gegen die Zeit spricht.
In den kommenden zehn Tagen wolle er ein tragfähiges Konzept erstellen, das die Rettung des Vereins sicherstellt. Mehrere Sponsoren hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt.
Bitte um finanzielle Unterstützung
Zudem ruft der Verein unter dem Motto „Gemeinsam für den Monte Schlacko“ alle Fans, Sponsoren, Gönner und Freunde auf, ihren Beitrag zu leisten. Jeder Euro, jede Idee und jede helfende Hand würde zählen. „Wir können keine Garantie geben – aber ich verspreche euch: Wir werden alles geben. Der DSV ist mehr als ein Verein, er ist ein Zuhause für Generationen, eine Gemeinschaft, eine Familie. Für diese Familie lohnt es sich zu kämpfen“, so Bichler.
Bichlers Rolle im für die Obersteirer turbulenten Jahr 2024 ist zumindest umstritten.
Im Dezember war von ehemaligen Spielern und Betreuern ein Insolvenzantrag eingebracht worden. Vier Wochen später wurde dem Klub am Donnerstag am Landesgericht Leoben ein letzter Aufschub gewährt. Demnach müssen bis 28. Jänner die Zahlungen zur Gänze erfolgt sein.