Schicksalsjahre des Lebens nennen Entwicklungspsychologen die ersten Jahre nach der Geburt. Es ist jene Zeit, in der Kinder spielend lernen und in der die Grundlagen für das spätere Leben gelegt werden. Ein Umstand, der viele Eltern dazu verführt, bereits Kleinkinder besonders stark fördern zu wollen, um sie fit für das Leben zu machen. Ballettstunden, Klavierstunden mit vier, IQ-Test, Englischkurs mit drei Jahren?
Experten in diesem Magazin fordern dazu auf, sich bis zum Alter von sechs Jahren auf das Wesentliche zu konzentrieren: vorlesen, singen, tanzen, reden. Denn alle Erziehungsexperten, die in ihren Ratschlägen oft nicht unterschiedlicher sein könnten, sind sich in einem Punkt einig: Der Grat zwischen Fördern und Überfordern ist ein schmaler. Hirnforscher Gerald Hüther ruft deshalb Eltern dazu auf, Kindern viel Raum für das freie Spiel zu lassen. Ebenso sollte Kindern ermöglicht werden, sich zu langweilen. Bewusstes Nichtstun ist nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen Voraussetzung, um Kreativität und Selbstwert zu fördern. Aber wie viele Eltern erkennen im täglichen Hamsterrad noch den Wert bewusster Langeweile?
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