Da legt man schon beim Lesen die Ohren an: 1408 kW (1914 PS) Spitzenleistung, bis zu 2360 Newtonmeter Drehmoment, 412 km/h Höchstgeschwindigkeit, ein Sprint aus dem Stand auf 60 Meilen pro Stunde (96,56 km/h) in 1,85 Sekunden, ein Elektromotor pro Rad - also vier.

Der Rimac C_Two ist zur Kleinserienreife erwachsen und firmiert unter dem Namen Nevera, der im Kroatischen einen schlagartig einsetzenden Wirbelsturm mit Gewitter und Windböen bis zu Orkanstärke meint. 150 Exemplare sollen gebaut werden. Zu einem Preis von zwei Millionen Euro – pro Stück.

Ins Cockpit steigt man durch die Scherentüren
© RIMAC AUTOMOBILI

Der H-förmige Lithium-Mangan-Nickel-Akku mit 120 kWh ist tragender Bestandteil der Konstruktion und trägt 37 Prozent zur Steifigkeit des 200 Kilogramm leichten Kohlefaser-Monocoques. Die Batterie soll für Reichweiten von bis zu 650 Kilometern gut sein und leer in weniger als 30 Minuten auf 80 Prozent geladen werden.

Dass das kroatische Start-up aus Sveta Nedelja bei Zagreb nicht das Schicksal so vieler Elektro-Eintagsfliegen ist, war längst nicht gesetzt. 2009 gründete Mate Rimac das Unternehmen mit heute rund 1000 Mitarbeitern, das inzwischen Antriebe und Batteriesysteme für Kunden wie Aston Martin, Hyundai, Kia, Koenigsegg, Renault oder Cupra entwickelt und herstellt und an dem Porsche 24 Prozent der Anteile hält.

Nur 150 Stück des Nevera werden gebaut
© RIMAC AUTOMOBILI

Und dann haben die Kroaten eben noch die Spielwiese ihrer Hypercars, wie sie nicht einmal Porsche auf die Räder stellt. In scharfem Kontrast zum Supersportwagentum steht das angekündigte teilautonome Fahren auf Stufe 4. Dafür sind 13 Kameras, ein Lidarsensor, sechs Radarsysteme und zwölf Ultraschallsensoren eingebaut.

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