KultkistenWarum es Teile des VW Corrado ins Weltall schafften

Mit dem Coupé Corrado wagte Volkswagens 1989 den ersten Ausflug in die Premium-Welt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Der VW Corrado war außen eigenständig, innen Passat und unten herum Golf © VOLKSWAGEN
 

Marketing ist ja doch alles. Mitte der Achtzigerjahre tüftelte Volkswagen an der Neuauflage des Scirocco, die vor technischen Finessen nur so sprühen sollte: Ein elektrisch ausfahrbarer Heckspoiler, der selbst entwickelte (wenn auch filigrane) G-Lader als Turbo-Alternative, elektronische Spielereien im Innenraum - all das konnte der österreichische Golf-Entwickler Professor Ernst Fiala bei seinem letzten großen Projekt verwirklichen.

Das Cockpit steckte voller technischer Spielereien Foto © VOLKSWAGEN

Nur geriet der Wagen dadurch so teuer, dass er als nächster Scirocco nicht mehr infrage kam. Die rettende Idee: Bauen wir den alten einfach weiter und machen parallel dazu eine eigenständige Modellreihe! Der Corrado wirkte optisch wie ein Passat-Coupé, bot von 1989 bis 1995 aber die beste Technik des Konzerns.

VOLKSWAGEN
Der VW hatte einen elektrisch ausfahrbaren Heckspoiler © VOLKSWAGEN

Der finale VR6 mit 2,9 Liter Hubraum und 192 PS war sogar der erste Serien-VW, der den Sprint auf 100 km/h in unter 7 Sekunden absolvierte. Und auch der G-Lader konnte sich rehabilitieren: Nachdem er sich im Corrado G60 als nicht standfest entpuppte, fand er als Frischluftpumpe im Spaceshuttle Jahre später seine wahre Bestimmung.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!