MENSCHEN IN BEWEGUNG„Mazda geht schon immer andere Wege“

Mazda-Geschäftsführer Heimo Egger über die besten Verkaufszahlen seit sieben Jahren, wie ein Benziner zum besseren Diesel wird und wo der Markt in Südosteuropa wieder stark Fahrt aufnimmt.

Der Kärntner Heimo Egger (45) ist Geschäftsführer von Mazda Österreich © Helge Bauer
 

Wenn man kurz in den Rückspiegel schaut: Wie ist das Jahr 2017 letztlich gelaufen?
HEIMO EGGER: Es war ein gutes Jahr, nicht nur in Österreich, sondern auch in den Märkten in Südosteuropa, die wir betreuen. In Österreich war es das beste Ergebnis seit 2010 bei den Neuwagen mit knapp 11.000 Einheiten, getrieben einerseits durch die positive Entwicklung am österreichischen Markt und andererseits durch unsere Erfolgsmodelle CX-3 und CX-5. Diese beiden Modelle machen fast 50 Prozent unserer verkauften Fahrzeuge aus. Und im Bereich des Ersatzteilgeschäfts werden wir das beste Umsatzjahr seit Bestehen erreichen.

Sie sind auch in Südosteuropa tätig. Hier gab es Jahre, in denen das Geschäft sehr schwierig war. Wie entwickelt sich der Markt aktuell?
HEIMO EGGER: Es gibt hier jetzt wieder Wachstum, durch die Bank. Rumänien, Tschechien, Slowakei, Polen, der Markt nimmt wieder Fahrt auf. Das war schon ein Sorgenkind, aber seit 4 Jahren geht es nach oben.

Das bedeutet: Nach dem Jahr 2017 liegt 2018 die Latte sehr hoch.
HEIMO EGGER: Wir möchten das gleiche Niveau wieder erreichen. Mehrere Facelifts stehen heuer an, der neue Mazda CX-5 ist ja schon da. Der neue Mazda 3 startet dann 2019 nach Österreich.

Mazda ist die stärkste japanische Marke in Österreich. Dabei setzt man ganz andere Akzente - siehe zum Beispiel neue Generationen von Benzinmotoren statt Diesel.
HEIMO EGGER: Mazda geht schon immer andere Wege. Etwa beim Skyactiv-X-Konzept, einem komplett neuartigen Benzinmotor mit dieselähnlicher Kompressionszündung - so unproblematisch wie ein Benziner und beim Verbrauch parallel so sparsam wie ein Diesel. Zwei Drittel unserer Verkäufe sind schon heute Benzinmodelle. Mazda ist historisch genau dort stark, wo sich der Markt jetzt hinbewegt. Bei anderen Themen wie beim Wankelmotor oder beim MX-5 sind wir auch andere Wege gegangen. Ein Hauptgrund, warum wir so erfolgreich sind, bleibt unser Händlernetz, das der Marke stark verbunden und schon oft in zweiter oder dritter Generation für Mazda tätig ist. Dazu kommt: 2017 war auch ein gutes Jahr für den Handel. Die Umsatzrendite war stark, über 2 Prozent, das ist gut und passt.

E-Fahrzeuge und autonomes Fahren: Wann greift Mazda diese beiden Themen an?
HEIMO EGGER: Das erste Elektroauto kommt 2019. Ab 2020 folgen dann Plug-in-Hybride. Zum Thema autonomes Fahren: Es gibt noch viele Leute, die selbst fahren wollen. Ab 2025 werden wir aber natürlich auch etwas dazu anbieten.

 

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