Situative WinterreifenpflichtWas passieren kann, wenn's ohne Winterreifen kracht

Wie hoch die Strafen fürs Erwischtwerden ohne Winterreifen sind. Und worauf man sich im Falle eines Unfalls einstellen muss.

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Ausrüstungsmuffel riskieren beim Verstoß gegen die Winterreifenpflicht empfindliche Strafen
Ausrüstungsmuffel riskieren beim Verstoß gegen die Winterreifenpflicht empfindliche Strafen © (c) stockWERK - Fotolia
 

Seit dem Stichtag 1. November ist es wieder soweit: Die situative Winterreifenpflicht tritt in Kraft. Das bedeutet: Herrschen winterliche Fahrbahnbedingungen mit Schnee, Matsch oder Eis, muss das Auto mit adäquaten Reifen ausgerüstet sein.

Strafen. Viele zögern jedoch mit der Montage der neuen Reifen, denn die Schlangen vor den Werkstätten sind Anfang November besonders lang. Damit bewegen sich die meisten Autofahrer auch noch im gesetzlichen Rahmen, solange es das Wetter zulässt. Ausrüstungsmuffel, die aber auch dann noch auf den Sommerpneus unterwegs sind, wenn der Winter da ist, riskieren eine Mindeststrafe von 35 Euro. Werden auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, kann die Geldbuße sogar bis zu 5000 Euro ausmachen.

Versicherungsschutz. Noch viel unangenehmer ist es natürlich, wenn es kracht, und der Wagen des Unfallverursachers nicht mit Winterreifen ausgerüstet ist. Im Regelfall ersetzt dessen Haftpflichtversicherung dem Geschädigten trotzdem den Schaden.

Die Kaskoversicherung könnte jedoch dem Lenker des sommerbereiften Fahrzeugs wegen „grober Fahrlässigkeit“ die Zahlung verweigern, erklärt Gunther Riedlsperger, Versicherungsexperte und Obmann des Fachverbandes der Versicherungsmakler der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Unschön wird es auch, wenn der Lenker des Wagens mit Sommerreifen nicht beweisen kann, dass ein gleicher Unfall auch mit Winterausrüstung passiert wäre. Dann trifft diesen jedenfalls ein Teilverschulden und er wird vom Unfallgegner nicht den vollen Schadenersatz erhalten.

Kommentare (3)
Weltreisender
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Ihr habt da einen Fehler

Ja die Haftpflichtversicherung zahlt dem Geschädigten den Schaden, wird aber aufgrund Obliegenheitsverletzung (falsche Bereifung) einen Regress durchführen. Dieser Regress kann bis zu 11.000 Euro ausmachen. Es können maximal 2 Obliegenheitsverletzungen mit jeweils maximal 11.000 Euro, pro Schadenfall regressiert werden.

Carlo62
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@Weltreisender

Die Kleine Zeitung hat diesen Artikel unkontrolliert und ungeprüft von irgendeiner Quelle übernommen. Das nennt man heutzutage „Qualitätsjournalismus“.

Weltreisender
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Wer ohne..

Fehler ist, werfe den ersten Stein. Ich sehe das jetzt nicht so streng wie Sie. Ich bin eher der Meinung, das KFZ Lenker, die mit Sommerreifen unterwegs sind, die Fahrerlaubnis entzogen gehört.