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Preis nicht zu haltenTesla nimmt Model 3 für 35.000 Dollar wieder aus Online-Angebot

Tesla nimmt die Basisversion seines Hoffnungsträgers Model 3 als Elektroauto zum Preis von 35.000 Dollar (31.072 Euro) schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Online-Angebot.

Teslas Model 3 ist teurer als angekündigt © TESLA
 

Tesla nimmt die Basisversion seines Hoffnungsträgers Model 3 als Elektroauto zum Preis von 35.000 Dollar (31.072 Euro) schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Online-Angebot. Erst vor wenigen Wochen hatte der E-Autobauer diese Variante zu dem Startpreis, mit dem das Auto im März 2016 ursprünglich angekündigt hatte, verfügbar gemacht. Interessenten müsste sie im Geschäft oder per Telefon ordern, erklärte Tesla nun in einem Blogeintrag am Freitag.

Es ist die nächste Kehrtwende von Tesla-Chef Elon Musk: Vor kurzem hatte er angekündigt, Elektroautos der Firma sollen grundsätzlich nur noch online bestellbar sein. Zugleich hatte er damals auch die Schließung vieler Tesla-Läden in Aussicht gestellt - doch schon wenig später hieß es, es sollen doch mehr Geschäfte bleiben als zunächst geplant.

Tesla Model Y: Tesla Model Y

Tesla hat seine Modellpalette um einen SUV auf Basis des aktuellen Hoffnungsträgers Model 3 erweitert.

(c) AP (Jae C. Hong)

Der neue Wagen mit dem Namen Model Y soll voraussichtlich im Herbst 2020 auf die Straße kommen, kündigte Tesla-Chef Elon Musk am Donnerstagabend (Ortszeit) in Los Angeles an.

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Das Fahrzeug soll auf eine Reichweite von bis zu 480 Kilometern mit einer Batterieladung kommen und bis zu sieben Insassen Platz bieten.

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Das Model Y soll Tesla mit einem Preis ab 39.000 Dollar (34.528,55 Euro) vor Steuern und Elektroautovergünstigungen weiter in einen breiteren Markt bringen.

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Zunächst sollen aber teurere Varianten zu Preisen zwischen 47.000 und 60.000 Dollar verkauft werden. Diesen Weg hatte Tesla auch beim Model 3 eingeschlagen, um die hohen Anlaufkosten der Produktion schneller einzuspielen.

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Das Basismodell des Model Y mit einer Reichweite von rund 370 Kilometern soll erst im Frühjahr 2021 folgen. Ab sofort können die teureren Versionen reserviert werden.

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Das Model Y sieht dem Model 3 ähnlich, ist aber vor allem etwas höher. Musk zeigte sich überzeugt, dass Tesla mehr Fahrzeuge des Wagens verkaufen werde als der drei bisherigen Modelle S, X und 3 zusammen.

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Es solle ein kompakter SUV werden, der sich wie ein Sportwagen fahren lasse, versprach Musk. Die leistungsstärkste Version solle bis zu 240 Kilometer pro Stunde schnell sein und in 3,5 Sekunden von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (rund 96,5 km/h) kommen.

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Das Model 3 ist das günstigste Tesla-Fahrzeug und ist in den USA ab einem Startpreis von 35.000 Dollar verfügbar. Mit allen Extras kann der Preis aber auch bei mehr als 60.000 Dollar liegen.

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Das Model Y wird mit einem breiteren Angebot von Elektroautos großer Konzerne wie unter anderem VW oder Daimler konkurrieren.

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Auch angesichts der bevorstehenden Produktoffensive der Rivalen war es für Musk wichtig, die Modellfamilie möglichst rasch um einen kompakten SUV zu erweitern.

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Es zeichnete sich bereits ab, dass Tesla diesmal eine Kostenexplosion wie bei seinem ersten SUV Model X vermeiden will.

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Obwohl das Fahrzeug seinerseits auf der Limousine Model S aufbaute, hatten aufsehenerregende Details wie Flügeltüren an den Rücksitzen die Ausgaben in die Höhe getrieben und den Produktionsstart verzögert. 

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Man könne das Model X als "Faberge-Ei trifft Raumschiff" beschreiben, scherzte Musk bei dem Event in Los Angeles.

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Dass Tesla sich vornimmt, den Aufwand beim Produktionsanlauf überschaubar zu halten, bedeutet nicht, dass es auch so kommt.

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Schon das Model 3 sollte einfacher zu fertigen sein - immer neue Probleme hatten aber den Start einer Massenproduktion um Monate verzögert und Tesla an den Rand des Abgrunds getrieben.

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Inzwischen habe Tesla insgesamt rund 550.000 Elektroautos gebaut, in einem Jahr werde es rund eine Million sein, sagte Musk. Dabei sei es noch nicht lange her, dass "Elektroautos wie eine sehr dumme Idee wirkten".

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In zehn Jahren könnten Tesla auf dem Mars unterwegs sein, sagte er - und es blieb unklar, ob Musk, dem auch die Raumfahrtfirma SpaceX gehört, dabei scherzte.

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In seiner spitzbübischen Art erwähnte Musk erneut, dass die Buchstaben im Namen der Tesla-Modelle ursprünglich das Wort S-E-X-Y ergeben sollten.

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Beim "E" machte ihm Ford einen Strich durch die Rechnung, weil der Autoriese die Rechte am Namen "Model E" nicht hergab. "Ford drohte, uns zu verklagen", sagte Musk.

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"Ford hat Sex getötet", versuchte er sich an einem Wortspiel.

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Tesla war deshalb auf eine 3 ausgewichen, die ursprünglich im Modellnamen mit drei waagerechten Strichen dargestellt werden sollte. Erst später wechselte Tesla zur Zahl "3" auf dem Fahrzeugheck.

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Tesla integriert nun zudem das Fahrassistenz-System Autopilot standardmäßig, was den Einstiegspreis ebenfalls erhöht. Der günstigste Tesla, den man in den USA per Online-Konfigurator kaufen kann, ist somit das Model 3 in der Version Standard Plus für 39.500 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen. Bisher hatte die Variante 37.500 Dollar gekostet, und beim Buchen auch der Autopilot-Funktion wären noch einmal 3000 Dollar fällig geworden.

Tesla erklärt die Umstellung mit der Notwendigkeit, die Kosten zu optimieren und das Geschäft zu verschlanken. Deshalb werde auch die Standard-Version baugleich mit dem Standard-Plus-Modell sein - nur dass bei ihr die Reichweite per Software eingeschränkt sei. Käufer könnten deshalb nachträglich auch die Software-Sperre entfernen lassen.

Die Preise in Österreich

Tesla hatte ursprünglich das Model 3 als Elektroauto zum Preis ab 35.000 Dollar angekündigt. Zunächst wurden aber besser ausgerüstete teurere Versionen verkauft, um die hohen Kosten des langwierigen Produktionsanlaufs schneller einzuspielen. Eine Model-3-Variante um unter 50.000 Euro soll es in Österreich voraussichtlich bis Mitte 2019 zu kaufen geben.

Kommentare (14)

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selbstdenker70
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...

E Autos sind im Moment etwas für Visionäre oder Angeber die dabei sein wollen. Kein einziges system ist derzeit ausgereift. Wie es mit gebrauchten ausschaut kann man nur raten usw. In meinem Umfeld haben sich ein paar so kleine Dinger gekauft. Wenn ich im Winter keine vernünftige Heizung, und um Sommer keine Klima aufdrehen kann, bin ich damit schon fertig. Und bei den Autos wo es funktioniert, kann man sich nicht leisten. D.h weiter abwarten bis der Markt mit den Autos voll ist, dann werden auch die Preise "normal" werden.

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scionescio
5
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Ein guter Freund, der seinerzeit nicht auf mich gehört hat, hat mittlerweile die Schnauze von seinem Tesla voll, weil er sich nicht mit seinen Zwangspausen nach seinem Auto richten will, sondern nur rasch und komfortabel von A nach B kommen möchte ...

... und möchte sich deshalb wieder einen langstreckentauglichen Diesel zulegen.
Entweder kann er sein 2 Jahre altes Model S mehr oder weniger verschenken oder er muss einen neuen Akkusatz (ca 35.000,- Euro) einbauen lassen, damit ein seriöser Autohändler seinen Tesla überhaupt eintauscht ... selbst wenn man die vielen Stunden bei unnötigen Kaffees nicht rechnet, kann man sich gar nicht teurer fortbewegen, als in einer rollenden Verzichtserklärung namens Tesla!
In Norwegen wurden im letzten Monaten schon doppelt so viele e-tron als Model X verkauft, in Amerika brechen die Verkaufszahlen weg, weil sich durch die Verbreitung natürlich auch die miese Qualität und tatsächliche Reichweite herumspricht.

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Stratusin
5
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Das wird nicht der Einzige sein

dem deine Meinung nicht interessiert.

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Don Papa
4
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Punkt

Trifft auf den Punkt. Verliert noch mehr an Wert als gebrauchter und das wird noch viel mehr werden wenn die neuen um 25% billiger werden und wesentlich besseren Leistungsumfang (Wärmepumpe etc etc) serienmäßig haben, dann gehen die Preise in den Keller für die Gebrauchten. Die Hersteller garantieren 70% Akkuleistung für 8 Jahre oder 180000km aber nur bei vollständigem Serviceheft in der Markenwerkstätte. Na toll...

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paulrandig
0
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Don Papa

Der Elektroantrieb ist eine gute Sache, die Akkus werden weiterentwickelt. Beispielsweise sind die neuen Silizium(nicht Lithium!)-Schwefelakkus ein Quantensprung, der das Drei-bis Vierfache an Energie speichert, um ein Vielfaches schneller geladen wird, einen Bruchteil wiegt und ohne seltene Erden auskommt. Noch nicht serienmäßig in Autos, aber im Entwicklungs-Endspurt.
Wir werden in den kommenden zehn Jahren viele Entwicklungen erleben, durch die das Elektroauto vom Spielzeug zur Normalität werden wird.
Insofern wäre ein Akku-Mietmodell tatsächlich eine gute Option, damit wir immer mit der besten Hardware fahren. Die Kosten würden die laufenden Mehrkosten von Verbrennern (Reparaturen beweglicher Teile, die ein E-Auto nicht braucht) sicher nicht übersteigen.

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Keyser Soese
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lieber paul!

welche ionen flitzen da wohl zwischen schwefel und silizium hin und her?

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paulrandig
1
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Keyser Soese

Ich weiß auch nur, dass dieser Akku durch die Siliziumanode und eine neu entwickelte Schwefelkathode unglaublich leistungsfähig sein soll. Er wurde in Kiel entwickelt und ist derzeit die vielversprechendste Innovation am Akkusektor.

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scionescio
10
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Dem Ankündigungsweltmeister schwimmen immer mehr die Felle davon und seine Versprechen hat er noch nie gehalten ...

... es gibt kein Gratisladen mehr, die Lieferzeiten wurden um Jahre überzogen, die Fahrzeuge sind viel teuren als angekündigt und dafür von der Qualität her unterirdisch und lebensgefährlich ... wenn jetzt die rennomierten Autobauer mit ihren Modellen auf den Markt kommen, hat sich das Thema Elon Musk wohl erledigt: Viel versprochen, wenig gehalten, ein paar haben wegen seiner Geldgier in unausgereiften Fahrzeugen sterben müssen, er ist mitverantwortlich für den Akku-Sondermüll und hat letzten Endes der Forschung in nachhaltige Technologien (zB Wasserstoff) nur wertvolle Zeit gestohlen!

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Don Papa
3
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So ist es👍

Trifft auf den Punkt. Verliert noch mehr an Wert als gebrauchter und das wird noch viel mehr werden wenn die neuen um 25% billiger werden und wesentlich besseren Leistungsumfang (Wärmepumpe etc etc) serienmäßig haben, dann gehen die Preise in den Keller für die Gebrauchten. Die Hersteller garantieren 70% Akkuleistung für 8 Jahre oder 180000km aber nur bei vollständigem Serviceheft in der Markenwerkstätte. Na toll...

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Stratusin
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Sie haben sie aber auch super informiert!

Und zwar gar nicht, wenn sie das hier schreiben. Bei Tesla gibt es kein vorgeschriebenes SERVICE. Bitte vorher informieren, bevor die Unwahrheiten verbreiten.

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Stratusin
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Das wäre aber blöd

wenn die Deutschen auch böse Elektroautos bauen werden. Wasserstoff Entwicklung verhindert? Haben sie die letzten Jahre geschlafen! Es gibt seit Jahren Serienautos von Hyundai, Honda und Toyota. Nur die Europäer haben s nicht auf die Reihe gebracht, genauso wie beim Elektroauto.

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microfib
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Golf 8

VW bringt es nicht einmal zustande ein modernes "normales" Auto mit elektronischen Komponenten zu bauen. Man passt sich halt dem neuen ICE von Siemens an, bei dem es besser ist, die Sachen aufzuzählen, die Funktionieren, da ist man schnell fertig. Denn was hier an elektronischen Helferlein nicht funktioniert..... Dutzende Mängel bei neuen Zügen - Beim Intercity gibt es rund 60 Fehler - teilweise wird die Reparatur bis ins Jahr 2020 dauern, ist leider der tatsächliche Stand deutscher Technik. Die deutschen haben die IT Techniker nicht mehr, die sind schon lange abgewandert. Und da passt ein Schaumschläger wie scionescio genau dazu.

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Kristianjarnig
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Zu ergänzen....

....die Reichweite wird per Software reduziert bei einem 30.000 Euro E-Auto? Ja geht es denn noch?

Der Preis wurde damals so publiziert, jetzt wird zurückgerudert weil sich das vorne und hinten wohl nicht ausgeht. Jetzt hofft man wahrscheinlich das man jedem die Basisvariante ausreden kann bzw. es so schwer wie möglich macht ein dann REICHWEITENREDUZIERTES(gehts noch bei einem E-Auto??) Auto zu bestellen.

Mein Gott, Tesla ist gerade dabei sich selbst abzuschaffen.

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SoundofThunder
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Heute so und morgen anders.

Schließt Läden,dann wieder nicht.Wenn schon ein E-Auto dann sicher nicht Tesla.

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