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Spurwechsel bringen nichts Wie man am besten durch den Stau kommt

Volle Autobahn, Lkw, Schlangen beim Tanken: Für viele beginnt die Fahrt in den Urlaub im Stau. So kommt man am besten durch.

Nicht aus der Reihe tanzen. Spurwechsel im Stau können die Rettungsgasse blockieren © FOTOLIA
 

Spurwechsel bringen nichts: Von links nach rechts und wieder zurück - so kommt im Stau niemand schneller voran. Möchte man meinen. Zahlreiche Studien belegen: Selbst wer dauernd die Spur wechselt, fährt mit denselben Leidensgenossen aus dem Stau wieder raus, mit denen er hineingeraten ist. Dazu Eberhard Lang von TÜV SÜD: „Zudem besteht durch den Spurwechsel die Gefahr, dass die Rettungsgasse blockiert wird.“ Tabu ist auch die Standspur. Sie darf nur auf polizeiliche Anweisung oder mit entsprechender Beschilderung als Fahrstreifen benutzt werden.

Ruhe bewahren: Trotz aller Planung lässt sich Stau meist nicht vermeiden. Dann dem Stauende nähern, sanft abbremsen und das Fahrzeug ausrollen lassen: „Spätestens jetzt den nachfolgenden Verkehr mit höchster Aufmerksamkeit beobachten, denn die größte Gefahr im Stau droht von hinten“, sagt Lang. Das eigene Fahrzeug ganz leicht Richtung seitlicher Begrenzung orientieren, dazu ein bis zwei Fahrzeuglängen Abstand zum Vordermann einhalten. Nur so hat man die Chance, zu reagieren, wenn der Fahrer hinter einem das Stauende übersehen hat. Warnblinker nur an unübersichtlichen Stellen einschalten. Zu frühzeitiges Einschalten – etwa bei einer Verlangsamung des Verkehrsflusses – kann dazu führen, dass der rückwärtige Verkehr unnötig stark abbremst.

Gasse freilassen: Steht man erst einmal im Stau, selbst bei kurzen Wartezeiten den Motor ausschalten. Beim Rollen sollte der Abstand zum Vordermann bei ein bis zwei Fahrzeuglängen liegen. Mantra der Experten: In der Mitte der zwei Fahrstreifen unbedingt eine Rettungsgasse freilassen. Die Regel dazu: Bei drei Fahrspuren und mehr muss die Rettungsgasse zwischen dem linken äußeren und dem zweiten Fahrstreifen von links gebildet werden. Die gesicherte Unfallstelle zudem ohne Abbremsen passieren: Gaffen verursacht wieder Stau!

Nicht abgelenkt: Endlich Pause, schnell noch tanken, die Kinder ein letztes Mal beruhigen. Steht die Pause nach längerer Wartezeit kurz bevor, ist die Aufregung meist groß. Fahrer dürfen sich davon gerade auf Raststätten und besonders zur Urlaubszeit nicht ablenken lassen: Denn die Stationen sind meistens überfüllt, zwischen fahrenden Autos laufen Fußgänger – dicht an dicht stehende Lkw behindern die Sicht. Tipp vom TÜV SÜD-Experten: „Rastplätze erfordern vor allem in der Ferienzeit die gleiche Aufmerksamkeit wie verkehrsberuhigte Bereiche. Also: Schritttempo fahren, auf Fußgänger und vor allem Kinder achten. Erst wenn der Wagen steht, geht die Pause los.“

Tempo drosseln: Jeder kennt die Faustformel aus der Fahrschule: Bei der Abfahrt von der Autobahn beim Abbremsen auf 50 Sachen unbedingt den Tacho im Blick behalten, denn die Augen haben sich an Geschwindigkeiten über 130 Stundenkilometer gewöhnt und sind deshalb ein schlechtes Messinstrument. Lang: „Für die Einfahrt auf einen Rastplatz die Tachonadel auf 30 bis 40 senken. Hier herrscht höchste Gefahr durch Fußgänger und rangierende Lkw und Pkw.“ Höchstens 30 Kilometer pro Stunde auf den Auf- und Abfahrten und Schrittgeschwindigkeit im Zentralbereich mit Gasthaus und Spielplatz sind angemessen. Vor allem in der Nacht die Geschwindigkeit nochmal anpassen. Gerade dann stehen die Brummis Schlange und das oft schon auf den Auffahrten.

Kinder begleiten: Kinder müssen auf Rastanlagen zu jeder Zeit an die Hand genommen werden. Kinderwagen oder Kindersitze niemals im Fahrbahnbereich abstellen. Gerade in der unübersichtlichen Verkehrssituation werden Buggy und Co. schnell übersehen. Dazu Lang: „Auch neben, hinter oder vor dem Wagen hat die Babyschale nichts zu suchen, selbst für Sekunden nicht. Ausparkende Fahrzeuge, rangierende Busse und Lkw können die Kleinsten dort nicht sehen und schnell überrollen. Das haben tragische Unfälle immer wieder gezeigt.“

Tour planen: Am besten im Vorfeld die Reiserouten auf Staus hin abklopfen. Statistisch gesehen sind die Reisetage mit der geringsten Verkehrsdichte Dienstag und Mittwoch. Lässt es sich – etwa aufgrund der Buchung am Urlaubsort – einrichten, dass nicht von Samstag auf Samstag verreist werden muss, sollte man dies nutzen. „Nicht samstags fahren, wenn alle fahren“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD.

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Danke für Ihr Verständnis.

eleasar
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Meine Strategie, um mit Staus in der Stadt fertigzuwerden:

Mit dem Fahrrad auf dem Radweg an stehenden Autokolonnen vorbeifahren.

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paulrandig
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Ich vermisse noch den Hinweis zu Spurzusammenlegungen.

Gibt es Stau, weil Spuren zusammengeführt werden, sollte man auf allen zur Verfügung stehenden Spuren bis unmittelbar vor die Verengung fahren und dort per Reißverschluss einordnen (lassen).
Dadurch wird die gesamte zur Verfügung stehende Straßenfläche ausgenutzt.
Ein früheres Einordnen wird meistens als vorausschauend und höflich empfunden. Fahrer, die sich korrekt verhalten und vorfahren, werden ganz vorne oft beschimpft oder blockiert, trotzdem tragen sie dadurch eigentlich zum Verkürzen des Staus bei.

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ratschi146
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Reißverschlußsystem...

... ist ein Fremdwort bei sehr vielen Autofahrern. Braucht man nur jede
n Montag beim fast schon obligatorischen Krach auf der A9 von Süden her miterleben. Hauptsache I bin I und bin schnölla in Graz.....

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