Die US-Autoindustrie steckt tief in der Krise. Spritfressende Autos sind seit dem steilen Anstieg der Ölpreise im Sommer kaum noch zu verkaufen. Bei Ford setzt man nun trotzdem auf eine Sportwagenlegende mit V8 Motor und fetten 315 PS: den Ford Mustang. 1964 kam die Urversion des Musclecars auf den Markt, nun präsentiert der krisengebeutelte Autokonzern auf der Autoshow in LA eine neue Version des Mustang.

Retrodesign. Der 2010er Mustang bekomme ein neues muskelbepacktes Äußeres, beschrieb der Konzern das neue Modell, das es als Coupe und als Cabrio geben wird. Während sich das Blechkleid des Mustang wie gewohnt im 60er-Jahre-Retrodesign zeigt, regiert unter der Motorhaube Technik auf der Höhe der Zeit. Beim Preis hält man sich noch bedeckt, das Vorgängermodell war jedoch in den USA ab 26.000 Dollar zu haben.

Krise. Aus der Krise wird sich Ford mit der Neuauflage des aufsehenerregenden Sportwagens wohl nicht katapultieren. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden 83.557 Mustang-Coupes und -Cabrios verkauft, 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt ging der Absatz bei Ford von Jänner bis Oktober um 18 Prozent auf 1,66 Millionen Fahrzeuge zurück. Gemeinsam mit Chrysler und General Motors fordert Ford staatliche Finanzhilfe in der Höhe von 25 Milliarden Dollar, um Unternehmen und Arbeitsplätze zu retten.