Theater an der Wien feiert mit "Saul" den Wahnsinn
Vor drei Jahren wurde Claus Guths szenische Adaptierung des Händel-Oratoriums "Saul" zum Triumph für das Theater an der Wien. Anstatt der ursprünglich angestrebten Wiederaufnahme blieb nun dank Corona nichts als eine TV-Aufzeichnung. Und wieder dominiert Florian Boesch in der Titelpartie das Ensemble der Inszenierung als in den Wahnsinn abgleitender Machthaber. Der 49-Jährige ist eine Urgewalt, die auf der Bühne die Aufmerksamkeit auf sich zieht wie ein Schwarzes Loch.