Nun herrscht Gewissheit. Jürgen Klopp ist neuer deutscher Fußball-Teamchef. Der frühere Liverpool- und Dortmund-Meistermacher wurde am Freitag offiziell präsentiert. „Es ist ein sehr, sehr besonderer Tag für mich, sagte er bei seiner Vorstellung in Frankfurt. Deutschlands Verband hatte sich nach dem blamablen Sechzehntelfinal-Aus bei der WM gegen Paraguay von Julian Nagelsmann getrennt. Außerdem übernimmt Ex-Weltmeister Per Mertesacker mit Jahresbeginn 2027 das Amt des DFB-Geschäftsführers.
Die DFB-Gremien stimmten Klopps Verpflichtung einstimmig zu. Der Vertrag des 59-Jährigen, zu dessen Assistenten auch Ex-Salzburg-Coach Pepijn Lijnders zählen wird, beginnt am 15. August und läuft vier Jahre bis zur nächsten WM. Als erste Aufgabe muss Klopp die Qualifikation für die EURO 2028 schaffen.
Klopp „Es ist eine große Ehre“
Klopp sagte, es sei „eine große Ehre“, das Amt zu übernehmen. In einer vom DFB verbreiteten Erklärung wurde er mit den Worten zitiert, „die Nationalmannschaft kann uns Deutsche verbinden wie kaum etwas anderes. Genau das macht diese Aufgabe für mich so besonders.“ Er freue sich „auf diese besondere Aufgabe im deutschen Fußball, die wir gemeinsam mit Demut und Geduld angehen werden“. Er wolle eine Mannschaft entwickeln, „die füreinander kämpft, die Freude am Fußball hat und hinter der sich die Menschen in unserem Land mit voller Überzeugung versammeln können“.
Klopp war bis 2024 Trainer von Liverpool, davor hatte er Borussia Dortmund und den FSV Mainz trainiert. Zuletzt arbeitete er für den Red-Bull-Konzern bei dessen internationalen Fußballaktivitäten. Ende September und Anfang Oktober stehen für den neuen Teamchef im Rahmen der Nations League seine ersten Länderspiele an. Es geht am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande, danach folgen Spiele gegen Griechenland, Serbien und nochmals Griechenland.
Die Auflösung von Klopps Vertrag mit Red Bull sei eine „komplexe Thematik“ gewesen, berichtete DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Man habe aber eine gute Lösung gefunden. Diese sieht eine Zahlung von einer Million Euro an die Stiftung des Getränkeunternehmens vor. Zudem wird es in Leipzig drei Länderspiele bis 2030 geben.