Initiiert von der Bürgerinitiative Ossiacher See, jener Formierung, die sich seit Jahren für ein unbebautes Seeufer einsetzt, wurde eine Freiluftgalerie entlang des Weges zum Seepark neben der Steinhauswiese präsentiert. Sie zeigt Forschungsergebnisse der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien zur Zukunft des Grundstücks.

Angefragt wurde von der Bürgerinitiative bei der BOKU im Wintersemester 2025 und am 19. Juni im heurigen Jahr erfolgte die Abgabe des Projekts. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung entwickelten die Studierenden Konzepte für die Zukunft der Steinhauswiese. Natürlich gab es dann die Überlegung, wie diese Ergebnisse am besten präsentiert werden können. So entschloss man sich dazu, diese als Freiluftgalerie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die ausgestellten Ideen und Perspektiven sollen zudem zu öffentlichen Diskussionen anregen.

Studierende machten sich ein Bild von der Steinhauswiese
Studierende machten sich ein Bild von der Steinhauswiese © KK/Bürgerinitiative Ossiacher See

„Drei Tage lang waren die Studierenden vor Ort. Ziel für sie war es, dass die Wiese als Hauptprotagonistin erhalten bleibt, dass es kostengünstig und ohne allzu viele Eingriffe in die Natur verläuft.“ Und was dabei herausgekommen ist, kann ab sofort angesehen werden.

Bei der Präsentation der Galerie zog die Bürgerinitiative Ossiacher See zudem eine positive Bilanz des ersten Halbjahres 2026. „Die vergangenen Monate waren geprägt von Gesprächen mit Politik und Behörden, Verhandlungen vor dem Landesverwaltungsgericht, der Behandlung der Petition im Kärntner Landtag sowie Informationsanfragen auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes“, heißt es von der Bürgerinitiative. Zur Erklärung: Die Bürgerinitiative wehrt sich gegen ein geplantes Hotel- beziehungsweise Badehausprojekt, dessen Bau von der Kärntner Beteiligungsverwaltung (K-BV) als Eigentümerin des Areals vorangetrieben und ausgeschrieben wird. Zudem möchte sie den Seezugang frei zugänglich halten.

Zudem kündigte die Bürgerinitiative an, den weiteren Planungsprozess auch künftig „konstruktiv und kritisch“ zu begleiten. „Weitere Anfragen und Anträge befinden sich derzeit in Bearbeitung.“ Im Hinblick auf die angekündigte neuerliche Ausschreibung durch die K-BV fordert sie einen transparenten und nachvollziehbaren Ablauf sowie eine frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit.