Tadej Pogačar hatte kein Interesse, die längste Etappe der diesjährigen Tour de France zu gewinnen, ehe es so richtig in die Berge geht. 205 Kilometer wurden serviert und der Gesamtführende schien mit der Zusammenstellung der Fluchtgruppe zufrieden gewesen. Am Ende waren nach langem Geplänkel und vielen Attacken ganze 57 Fahrer vor dem Hauptfeld und ihnen wurden vom Gesamtführenden mehr als acht Minuten Vorsprung gewährt.
Er selbst schickte zwei Helfer von „UAE Team Emirates - XRG“ in die Gruppe. Ehe die Etappe in Dole losging, sagte der Slowene mit einem Lachen, dass er das Profil dieser Prüfung nicht so mochte: „Eine lange Etappe und es ist zu lange flach vor dem entscheidenden Anstieg.“ Der erste Berg wartete nach 150 Kilometern auf die Faher. Es war der Col des Croix, ein Berg der dritten Kategorie, ehe mit dem Ballon d’Alsace einer der ersten Klasse folgte. Und selbst von dessen Höhe waren es noch gut 30 Kilometer bis ins Ziel von Belfort.
Schmid sprintete zum ersten Tour-Erfolg
Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling) sorgte dafür, dass die Fluchtgruppe im ersten Anstieg ausgedünnt wurde. Der Brite hatte Blut geleckt und wollte wieder einmal bei der Tour jubeln. Auf dem Ballon d’Alsace attackierten sich die Profis in der Spitzengruppe immer wieder, in der Abfahrt waren es Harold Tejada (COL) und Mauro Schmid (SUI), die der Konkurrenz enteilt sind. Das Duo bewies starke Beine und ließ die übrigen Verfolger nicht mehr an sich heran – im Sprint setzte sich schließlich der Schweizer vom Team Jayco AlUla durch. Nach einem Etappensieg beim Giro d’Italia 2021 war es sein zweiter Triumph auf einer Grand Tour.
Am Samstag geht es von Mulhouse über 155 Kilometer nach Le Markstein und damit durch die französischen Vogesen. Auf dem Weg zum Etappensieg stellen sich gleich mit dem Grand Ballon, abermals dem Ballon d'Alsace und dem Col du Haag drei Berge der ersten Kategorie sowie der Col du Page (2. Kategorie) auf.