Eines sei vorab gesagt – dass Formulierungen wie „günstig bauen“ oder „günstiger Baugrund“ Häuslbauer irritieren – oder je nach Höhe der Rechnungsstapel auch die Zornesröte ins Gesicht treiben – ist klar. Ein Bezirksvergleich der Immobilien- und Grundstückspreise der Abteilung 17 des Landes Steiermark zeigt aber: In Voitsberg kann man noch verhältnismäßig günstigen Baugrund kaufen, auch Immobilien sind im Landesvergleich leistbar(er).
Baugrund ist in Bärnbach am teuersten
In den Jahren 2021 bis 2025 kostete ein Quadratmeter Baugrund im Bezirk im Schnitt 60,9 Euro. Damit reiht sich die Lipizzanerheimat im Bezirksvergleich im unteren Drittel ein. Billigeren Baugrund gibt es nur in Murau (56,5 Euro/m²), Hartberg-Fürstenfeld (39,7 Euro/m²) und der Südoststeiermark (35,7 Euro/m²).
Innerhalb des Bezirks gibt es ein deutliches Gefälle. Am teuersten ist Grund in Bärnbach (86,9 Euro/m²), darauf folgen Söding-St. Johann (75,6 Euro/m²) und Voitsberg (72 Euro/m²). Deutlich günstiger ist es in Geistthal-Södingberg und Kainach bei Voitsberg – dort werden im Schnitt 29,6 Euro pro Quadratmeter fällig.
Auch in puncto Immobilien leistbar im Vergleich
Auch was Eigentumswohnungen angeht, zählt die Weststeiermark zu den erschwinglicheren Bezirken. Bei Wohnungen ab Baujahr 1991 ohne Außenfläche liegen die Quadratmeterpreise je nach Größe durchschnittlich bei 1761 bis 1949 Euro, mit Außenfläche bei 2477 bis 2741 Euro. Zum Vergleich: Im Bezirk Leibnitz liegen die Quadratmeterpreise für vergleichbare Wohnungen je nach Kategorie um rund 200 bis 900 Euro über jenen in Voitsberg.
Bei Häusern ergibt sich ein ähnliches Bild, auch wenn Voitsberg hier näher an das Mittelfeld rutscht. Neuere Immobilien (ab 1991) mit einer Grundstücksgröße zwischen 810 und 1080 Quadratmetern kosten je nach Wohnfläche im Schnitt 2174 bis 3356 Euro pro Quadratmeter. Mit zunehmender Wohnfläche sinkt der Quadratmeterpreis.