Mit großen Schritten geht der Um- und Neubau der Tennishalle – der Dolomitenhalle – in Lienz voran. Man liege voll im Zeitplan, erläuterte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ) in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause. Dabei lobte das Stadtoberhaupt explizit den Einsatz vor Ort: „Die Firmen da draußen und der Bauleiter sind super. Wir können die Bälle bald wieder wie geplant in Lienz schlagen.“
Teurer wird das Ganze dennoch. Mit rund 4,8 Millionen Euro hatte man zuletzt kalkuliert, diese Kosten im Gemeinderat einstimmig freigegeben. Die Ausschreibungsergebnisse der restlichen Baumaßnahmen würden aber zeigen, dass der Kostenrahmen nicht ausreicht. Zirka sechs Millionen Euro würden es nun werden, also über eine Million mehr. Die Gründe dafür wären vielfältig. Unvorhergesehens wie Verbesserungen an der Dachkonstruktion, aber auch Teuerungen durch den Nahost-Konflikt zählte Blanik auf.
Förderung für energieeffiziente Sportstätte
Vor allem seien die Anforderungen bezüglich der Fördermittel des Bundes für „eine energieeffiziente Sportstätte“ stark gestiegen. Hier muss man etwa im Bereich der Dämmung und der Fenster nachbessern, um die Mittel abzuholen. Um 440.000 Euro werden die Maßnahmen kosten. Blanik weiter: „Ebenso waren in der Kostenschätzung die Ausstattung sowie die Reserve von 150.000 Euro nicht enthalten. Die sind nun dabei.“ Die gute Nachricht: Von rund 800.000 Euro mehr an Bundesförderung über das Kommunalkredit Public Consulting (KPC) geht man aus. Dazu kämen um 100.000 Euro vom Land, sodass sich die Zusatzaufwendung am Ende im Rahmen halten würde. Mit weiteren Extrakosten sei zudem nicht mehr zu rechnen.
Wie geht es mit der Eissportstätte weiter?
Zur Kostensteigerung beigetragen haben auch Vorbereitungen für die geplante Eissportstätte im Anschluss an die Dolomitenhalle. Verkabelung, Wege, die Südfassade und einen Sammelschacht zählte Blanik auf. Mehrkosten: 141.000 Euro. Damit dürfte zumindest klar sein, dass die neue Heimat für alle Kufen-Cracks und Schlittschuh-Fans auch wirklich kommen wird. „Das wäre später nur mehr schwer möglich oder deutlich teurer geworden“, erklärte Blanik die Vorleistungen. Dennoch kam im Gemeinderat die Frage auf, wie und wann es mit dem Projekt Eissportzentrum überhaupt weitergehen würde. Man hätte dazu eine „Arbeitsgruppe Eis“ ins Leben gerufen und würde auf deren Ergebnisse warten, erläuterte die Bürgermeisterin: „Ich habe keine Informationen, was in der Arbeitsgruppe passiert ist.“ Zudem wäre es nicht ihre Aufgabe, der Arbeitsgruppe zu sagen, dass sie mal loslegen solle.
Grundsätzlich will man den Bau des neuen Eissportzentrum „in die Hände eines professionellen Hallenbauers beziehungsweise Eisplatzplaners“ legen, um hier von Anfang an vor Überraschungen gewappnet zu sein. Bis dahin muss das marode Eisstadion an der Pustertaler Straße so gut es geht instand gehalten werden. Blanik: „Den Platz richten wir seit Jahren irgendwie hin. Der muss so lange halten, bis wir da draußen weiterkommen.“ Der Änderung des Kostenplans wurde ebenso einstimmig zugestimmt, wie der Genehmigung der Zusatzkosten.