Was tun, wenn dem Verein die Mitglieder abhanden kommen? Die Antwort lautet: weitermachen, auf jeden Fall weitermachen. So jedenfalls halten es die letzten drei verbliebenen Aktiven des Blasmusikvereins Sonnberg. Die so verzweifelten wie amüsanten Verrenkungen des Trios im Ringen um die Rettung ihres Vereins sind in der Eröffnungsproduktion der Theatertage Weißenbach am 17. Juli zu erleben: „Zur Rettung der Blasmusik“ heißt die Produktion des Kollektivs Bum Bum Pieces und der vanderbolten.productions, die im Gsöllhof den Auftakt zu einem zehntägigen Theaterfests bildet. „Ein Festival zwischen Hof, Bühne und Dorfplatz“ kündigt das neue Team um die künstlerische Leiterin Verena Kiegerl an - immerhin sei hier „über viele Jahre ein besonderer Theaterort entstanden, getragen von der Idee, dass Theater nicht nur in Städten stattfindet, sondern überall dort, wo Menschen zusammenkommen.“
Immer schön unberechenbar bleiben
Zu Zusammenkünften laden diesmal das Planetenparty Prinzip mit seiner hübsch unberechenbaren, interaktiven Perfomance „Bitte spiel mich!“, in der es diesmal um den regionalen Tourismus geht (18. und 19. Juli), das uniT Drama Forum, das mit Autor:innenlesung im eigenen Wohnzimmer die literarische Nahversorgung betreut (18. bis 21. Juli), sowie der Workshop „Autorität“, bei dem Nestroy-Preisträgerin Nadja Brachvogel alle Interessierten zum Erfahrungsaustausch in Sachen Autorität & Arbeit bittet.
Einem prägenden freien Theater für junges Publikum, dem Schweizer Theater Sgaramusch, ist ein Schwerpunkt mit drei Vorstellungen gewidmet. Ebenso sehenswert: Gastspiele von Barbara Gassner, Christina Lederhass, Kürbis Wies Theater Oberzeiring. Diary Slam, Workshops & Co. vervollständigen das Programm.
Theatertage Weißenbach. 17. bis 26. Juli. www.theaterland.at