Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges mit zwei Toten und zwei Verletzten am Sonntag in Gaming (Bezirk Scheibbs) ist die 15-jährige Insassin befragt worden. Die Jugendliche, die sich selbstständig aus dem Wrack der Maschine befreit hatte, bestätigte mit ihren Ausführungen die Annahme, dass ein technischer Defekt den Absturz ausgelöst haben dürfte, teilte Polizeisprecher Stefan Loidl am Mittwoch auf Anfrage mit.
Motor setzte vor Absturz aus
Laut Loidl berichtete die 15-Jährige von mehreren Motoraussetzern bei dem Kleinflugzeug, ehe es zum Absturz kam. Der 47-jährige Pilot und eine gleichaltrige Frau kamen ums Leben. Die 15-Jährige und ihr 41-jähriger Onkel erlitten schwere Verletzungen. Sie wurden vom Notarzthubschrauber per Seil gerettet und in Spitäler nach Amstetten und Linz geflogen. Die 15-Jährige konnte das Spital bereits am Montag wieder verlassen, der 41-Jährige wurde am Mittwoch weiterhin intensivmedizinisch behandelt.
Das am Sonntagabend geborgene Wrack wurde nach Wien gebracht und wird in den kommenden Tagen und Wochen eingehend untersucht. Involviert ist die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes. Deren Leiterin Bettina Bogner hatte zuletzt ebenfalls davon gesprochen, dass es "Hinweise auf technische Probleme" der abgestürzten Piper gebe. Bis ein endgültiges Ergebnis vorliegt, könnte es ein halbes Jahr oder länger dauern.