Nichts wird es mit einem beschleunigten Ausbau der Windkraft in der Steiermark. Obwohl Bundesgesetz und EU-Richtlinie Beschleunigungszonen vorsehen, in denen Verfahren für neue Windkraftanlagen schneller ablaufen sollen, hat Blau-Schwarz im Land nicht vor, solche Gebiete auszuweisen. Anders als bei Photovoltaik. Die Kleine Zeitung berichtete exklusiv.
SPÖ und Grüne kritisieren diese Entscheidung massiv. „Wer günstigen Strom will, muss beim Ausbau erneuerbarer Energie zulegen“, sagt SPÖ-Chef Max Lercher. Er sieht im Vorgehen von FPÖ und ÖVP „Parteitaktik statt Zukunftspolitik und das gefährdet Energiewende und Standort“. Und: „Wer seit Monaten von Bürokratieabbau spricht, muss ihn auch dort umsetzen, wo er den Steirerinnen und Steirern echten Nutzen bringt – genau das passiert bei der Windkraft nicht.“
Sandra Krautwaschl von den Grünen versteht nicht, warum „die Landesregierung vor Windkraftgegnern in den eigenen Reihen kapituliert“. Vielmehr müsse man den Turbo anwerfen und „Überzeugungsarbeit“ bei den Gemeinden leisten. Denn mehrere Gemeinden unter ÖVP-, SPÖ- und FPÖ-Bürgermeistern haben sich per Beschluss gegen Windkraftpläne ausgesprochen. „Wenn Gemeinden in Eignungszonen per Beschluss jedes Windrad verhindern möchten, läuft etwas massiv falsch. Die Regierung ist gefordert, die eigenen Bürgermeister von den Vorteilen der Energiewende zu überzeugen.“