„Meine ganze Familie ist künstlerisch veranlagt und ich habe es schon immer in der Gastronomie ausgelebt“, erklärt Tobias Scheuer, gelernter Koch und Sohn des bekannten Comic-Zeichners Chris Scheuer. Sieben Jahre lang haben er und seine Partnerin Emily Penny das „StrandGut“ am Badesee in Großsteinbach betrieben

Vor einiger Zeit hat es das Paar nach Fürstenfeld gezogen, oder, wie Scheuer selbst sagt, angeschwemmt. In der Innenstadt haben sie das ideale Objekt gefunden, um erneut gastronomisch tätig zu werden. Nur eineinhalb Monate haben sie für den Umbau gebraucht, auch dank vieler helfender Hände und einer ausgeprägten „Do-it-yourself-Mentalität“: „Ich mache viel selber und aus alten Dingen wieder Schönes“, ordnet Scheuer den Namen „StrandGut“ ein.

„Wohnzimmer-Flair mit guter Kunst“

Das Prunkstück des Cafés ist der Innenhof, in dem auch die Kräuter wachsen, die die Getränke und Speisen veredeln. Auch eine überdachte Bühne ist Teil dieser „Stadtoase“. Denn das StrandGut versteht sich als Kunst- und Kulturcafé, in dem neben Speisen „aus allen Himmelsrichtungen“ Yoga- und Musik-Brunches angeboten werden.

„Vielleicht wird es Open-Mic-Veranstaltungen geben“, ergänzt Emily Penny, die nebenbei als Musikerin aktiv ist. Zusammen mit Mitarbeiter Markus, der seit zehn Jahren für die beiden Weitgereisten arbeitet, hat das „Dream-Team“ keinen geringeren Anspruch als ein „Netzwerkcafé“ zu sein und den Fürstenfeldern in der Hauptstraße 4 ein „Wohnzimmer-Flair mit guter Kunst“ zu bieten. Dazu gehören auch möglichst regionale Produkte: Das Bier kommt etwa von der Privatbrauerei Hermax aus Markt Hartmannsdorf, der Kaffee von der Rösterei Dian aus Leibnitz und selbstverständlich backen sie ihr Brot selbst.

Aus „Eiseck“ wird Gelato & Café „Sandro“

Sándor Szabolcs hat das „Eiseck“ im April 2026 übernommen und täglich geöffnet. Seine drei Mitarbeiterinnen und drei Aushilftskräfte haben derzeit alle Hände voll zu tun, wenn es Kinder und andere Gäste nach bestem Eis lustet
Sándor Szabolcs hat das „Eiseck“ im April 2026 übernommen und täglich geöffnet. Seine drei Mitarbeiterinnen und drei Aushilftskräfte haben derzeit alle Hände voll zu tun, wenn es Kinder und andere Gäste nach bestem Eis lustet © KLZ / Moritz Weinstock

Ebenfalls in Fürstenfeld angeschwemmt hat es Sándor Szabolcs aus der nicht weit von Fürstenfeld entfernten ungarischen Grenzstadt Szentgotthárd. Der gelernte Konditor hat sich vor 16 Jahren dem Thema Eis gewidmet und betreibt seitdem eine gutlaufende Eisdiele in seiner Heimatstadt. Aber der Blick nach Fürstenfeld war immer da und als sich im April 2026 die Möglichkeit bot, das „Eiseck“ in der Ungarstraße 16 zu übernehmen, war der Entschluss schnell gefällt. „Mir gefällt diese Stadt und ich wollte hier immer etwas machen“, so Szabolcs.

20 hausgemachte Eissorten gibt es bei ihm täglich in der Auslage, aber insgesamt hat er fast 100 verschiedene Sorten drauf. „Wenn du Qualität liefern willst, musst du jeden Tag frisches Eis machen“, weiß der Eismeister, der derzeit an einer neuen Sorte mit Ricotta, Camembert, weißer Schokolade und Weintrauben tüftelt.

Noch heißt das Geschäft „Eiseck“, aber am Rebranding wurde ebenfalls getüftelt. Demnächst wird die täglich geöffnete Eisdiele (Montag bis Sonntag, 11 bis 20 Uhr) „Sandro“ heißen, in Anlehnung an seinen ungarischen Vornamen Sándor. Auch im „Sandro“ geht man im Produktangebot mit der Zeit: „Jedes Früchteeis ist laktosefrei, glutenfrei und vegan“, so der Inhaber. Zudem bietet er auch zwei zuckerfreie Eissorten an, von denen er nicht gedacht hätte, dass sie so gut ankommen.