Von Sport und Handwerk über Kultur und Abenteuer bis hin zur Geologie – das vielfältige Angebot der Kinder-Ferien(s)pass-Aktion soll Kindern, Jugendlichen und Familien unvergessliche Ferienerlebnisse in der eigenen Region ermöglichen. Für Julia Paar, Vizebürgermeisterin von Bad Radkersburg, haben die Veranstaltungen, die im Rahmen des Kinder-Ferien(s)pass stattfinden, eine Bedeutung, die über die reine Freizeitgestaltung hinausgeht. Das Programm stärke die Verwurzelung der Kinder in ihrer Heimatgemeinde und unterstütze Familien bei der Betreuung während der Sommerferien.

Seit Jahren eine Erfolgsgeschichte

Viele Angebote sind kostenlos oder nur mit geringen Kosten verbunden. Dass der Ferien(s)pass laufend neue Impulse setzt, bestätigt Beatrice Strohmeier, die das Programm seit vielen Jahren begleitet: „Nicht nur Kinder und Familien profitieren davon, sondern auch die Region selbst. Vereine, Betriebe und zahlreiche Ehrenamtliche bringen sich mit großem Engagement ein und sorgen dafür, dass innovative und abwechslungsreiche Programmpunkte entstehen.“

Freundschaften über die Gemeindegrenze hinaus

Raphael Scheucher, Bürgermeister der Marktgemeinde Halbenrain, hebt den Mehrwert der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden hervor. Dadurch würden neue Freundschaften nachhaltig gefördert werden. Ein gelungenes Beispiel sei das seit mittlerweile drei Jahren bestehende gemeinsame Ferienprogramm der Gemeinden Halbenrain, Klöch und Bad Radkersburg. Heuer wird ein abwechslungsreiches Ferien(s)pass-Programm für Kinder von fünf bis zehn Jahren geboten. Insgesamt erwarten die jungen Teilnehmenden 57 spannende Veranstaltungen.

Die Bedeutung des Projekts für die Zukunft der Region unterstreicht auch Anna Knaus-Maurer vom Leader-Management: „Der Ferien(s)pass lässt die Generationenfreundlichkeit im Steirischen Vulkanland sichtbar werden. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen, ökologischen und menschlichen Zukunftsfähigkeit.“

Julia Paar, Beatrice Strohmaier, Anna Knaus-Maurer (v.l.) und Raphael Scheucher präsentierten die diesjährigen Aktivitäten beim Ferien(s)pass im Vulkanland
Julia Paar, Beatrice Strohmaier, Anna Knaus-Maurer (v.l.) und Raphael Scheucher präsentierten die diesjährigen Aktivitäten beim Ferien(s)pass im Vulkanland © KLZ / Tina Peinhart

„Die Kinder gehen steinreich nach Hause“

Besondere Akzente setzen in diesem Jahr zwei gemeindeübergreifende Höhepunkte. Unter dem Titel „Achtsamer Umgang mit Licht“ laden sogenannte Leuchtabende dazu ein, die Bedeutung der natürlichen Dunkelheit und die Auswirkungen von Lichtverschmutzung kennenzulernen. Gemeinsam mit der Berg- und Naturwacht sowie dem Blaurackenverein L.E.i.V. geht die Gruppe in den Abendstunden auf Entdeckungstour und beobachtet mit UV-Lampen die faszinierende Welt nachtaktiver Insekten.

Bei „Geologie erleben im Steirischen Vulkanland“ begeben sich junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit dem Geologen Ingomar Fritz auf Spurensuche der vulkanischen Vergangenheit der Region. Es werden Gesteine, Landschaftsformen und Baumaterialien erforscht – ein spannendes Naturerlebnis, das Wissen und Bewegung miteinander verbindet. Die Angebote können gemeindeübergreifend genutzt werden. Detaillierte Informationen zum Programm erhält man auf der Webseite des Steirischen Vulkanlandes oder direkt in den Gemeinden.