Spätnachts kam es in der Grazer Triester Straße zu spektakulären Szenen. Gegen 22.57 Uhr führte die Polizei in der Nähe des Zentralfriedhofs Geschwindigkeitsmessungen durch, dabei gingen ihr zwei Raser ins Netz. Nach Abzug der Messtoleranz waren der 22-jährige Rumäne sowie der 25-jährige Kosovare mit jeweils 123 km/h geblitzt worden. Generell gilt auf der Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Der Verdacht liegt nahe, dass sich die beiden Männer ein Rennen lieferten, als sie von der Polizei angehalten wurden. Beiden wurde der Führerschein abgenommen, wobei einer der beiden ohnehin erst im Besitz eines Probeführerscheins war. In der Folge beschlagnahmte die Polizei beide Autos und schleppte sie ab.
Nächster Raser kam nur eine Stunde später
Damit war der Einsatztag aber noch nicht beendet. Knapp eine Stunde später – kurz vor Mitternacht – wurde an derselben Stelle ein 19-jähriger Kosovare geblitzt. Er dürfte mit rund 100 km/h unterwegs gewesen sein. Auch ihm wurde der Führerschein vorläufig abgenommen und die Weiterfahrt untersagt.
Das Auto wurde jedoch nicht beschlagnahmt. Von der Polizei heißt es, dass der 19-Jährige nicht mit seinem eigenen Auto unterwegs war, was eine Beschlagnahmung verhindert hat. Lange konnte die Polizei auch keine Leasingautos oder Firmenwagen bei Geschwindigkeitsübertretungen beschlagnahmen. Der Gesetzgeber ist jedoch derzeit dabei, diese Lücke zu schließen.
Einzelfälle sind die Vorkommnisse von der Nacht auf Sonntag jedenfalls nicht. Erst Ende Mai wurden in Graz gleich fünf Autos an einem Abend von der Polizei aufgrund von massiven Geschwindigkeitsübertretungen beschlagnahmt. Das Pfingstwochenende stach ohnehin Österreich-weit heraus. Zehn Autos wurden in diesem Zeitraum beschlagnahmt, sechs davon in Graz. Mit 11.433 geahndeten Geschwindigkeitsübertretungen war auch hier die Steiermark Spitzenreiter.