Die Polizei steht im Fall der illegal entsorgten Müllsäcke mit Speiseresten in Kärnten weiterhin vor einem Rätsel. Erneut wurden in einem Waldgebiet dutzende Säcke entdeckt. Ein Waldbesitzer aus Feld am See erstattete am Donnerstag Anzeige, nachdem er in seinem steil abfallenden Waldstück im Bereich Klamberg rund 60 mit Speiseresten gefüllte Müllsäcke gefunden hatte.

Es handelt sich bereits um den neunten derartigen Fall in Kärnten. Die erste Entdeckung wurde am 20. Dezember 2024 in Laufenberg in der Gemeinde Radenthein gemacht. Damals waren sogar rund 160 Müllsäcke illegal im Wald entsorgt worden. Auffällig ist die Konzentration der Fälle im Gebiet rund um das Gegendtal: Seit Ende 2024 wurden derartige Ablagerungen unter anderem in Afritz, Treffen, Arriach sowie im Bereich des Millstätter Sees entdeckt. Betroffen sind die Bezirke Villach-Land und Spittal an der Drau.

Abfälle püriert

Die Menge der entsorgten Speisereste geht laut Polizei weit über haushaltsübliche Dimensionen hinaus. Ob alle Funde auf den bzw. dieselben Täter zurückzuführen sind, ist derzeit unklar. Die Speisereste wurden jeweils püriert und in Müllsäcken im Wald abgelagert. Hinweise aus der Bevölkerung gibt es bislang keine. „Bis dato wurden der Polizei keine entsprechenden Beobachtungen gemeldet“, sagt Polizeisprecher Werner Pucher.

In sämtlichen Fällen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Beeinträchtigung der Umwelt gegen vorerst unbekannte Täter.