Die sichere und effiziente Versorgung von Patientinnen und Patienten steht im Mittelpunkt eines Krankenhauses. Gerade in hochkomplexen und risikoreichen Situationen sind eingespielte Abläufe und eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligungsgruppen entscheidend. Die Kages hat aus diesem Grund das Programm „ChangeVision“ am LKH Hochsteiermark am Standort Leoben gestartet, das auf Video-assistierte Prozessoptimierung setzt, um Behandlungsabläufe gezielt zu analysieren und weiterzuentwickeln.

Der Hintergrund dafür ist die Übersiedelung der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie vom Standort Bruck nach Leoben. „Davor gab es in Leoben nur eine äußerst eingeschränkte Schockraumversorgung. Um auch schwerer verletzte Patientinnen und Patienten gut und sicher versorgen zu können, war es notwendig, einen neuen Prozess mit einem neuen Team aufzusetzen“, erklärt Primar Geza Gemes, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am LKH Hochsteiermark, Standort Leoben.

„ChangeVision“ verbindet laut Information der Kages moderne Simulationsmethoden mit einer strukturierten Analyse realitätsnaher Szenarien. Auf Basis bestehender Prozeduren werden Prozesse zunächst simuliert und anschließend ausgewertet. Die beteiligten Mitarbeitenden reflektieren ihr eigenes Handeln mithilfe von Videoaufzeichnungen und entwickeln Verbesserungsmaßnahmen.

Besonderes Augenmerk lag auch auf der Kommunikation innerhalb der Teams sowie auf klar definierten Zuständigkeiten und Schnittstellen zwischen den Berufsgruppen. „Ziel ist es, die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter nachhaltig zu stärken und die Versorgungsqualität auch in Ausnahmesituationen weiter zu erhöhen“, so Gemes, der betont, mit dieser Prozessoptimierung die Grundlage für eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung schwer verletzter Patienten zu schaffen.