Die Gerlitzen Alpe zählt zweifellos zu den schönsten Aussichtskanzeln im gesamten Kärntner Land. An klaren Tagen reicht der Blick weit über die Landesgrenze hinaus zu den Berggipfeln im benachbarten Italien und Slowenien. Zahlreiche Wanderwege führen kreuz und quer über die sanft geschwungenen Gipfel und Kämme des südlichsten Massivs der Nockberge.
Am bequemsten ist die Anreise zur Gerlitzenhöhe mit der Kanzelbahn. Die Fahrt von der Talstation am Ossiacher See dauert nur wenige Minuten. Hier kann man noch zwei weitere Aufstiegshilfen bis zur Pöllinger Hütte benützen. Wer sich bereits im Wandermodus befindet, geht zu Fuß in Richtung Gipfel.
Begleitet werde ich auf meiner heutigen Tour von einer Gruppe wanderbegeisterter Leserinnen und Lesern der Kleinen Zeitung. Gemeinsam folgen wir dem Tourenvorschlag aus der neu gestalteten „Rail & Trail“-App für das Bahnwandern in Kärnten. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen das Angebot bereits und sind mit dem Zug angereist.
Gerlitzen: Durch den Wald zum Asiatischen Garten
An der Bergstation der Kanzelbahn (1445 m) brechen wir zu unserer Tour auf. Der Aufstieg zur Pöllinger Hütte (1656 m) ist bald geschafft. Kurz vor der Hütte geht es rechts in den Wald, wo wir dem schattigen Pfad bis zu einem markanten Abzweiger folgen. Hier halten wir uns links hinauf zum Asiatischen Garten. Von den kunstvoll arrangierten Steinen geht es weiter zum Felsensee und zur Himmelsleiter. Die unterschiedlichen Stationen werden auf Schautafeln gut erklärt.
Ein absoluter Höhepunkt der Rundwanderung ist das Wetterkreuz (1802 m) mit seinem herrlichen 360-Grad-Panoramablick. Wir befinden uns nun beinahe am höchsten Punkt der Tour. Über den Infopoint zum Alpe-Adria-Trail gelangen wir zum „Englischen Turm“. Die vielen Eindrücke machen hungrig und wir stärken uns im Alpengasthof Pacheiner (1900 m) und steigen anschließend entlang der Forststraße ab zum Ausgangspunkt, wo sich der Traumbogen über die Gerlitzen schließt.