Maniago

Maniago ist als „Stadt der Messer“ bekannt. Diese Tradition reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als das Wasser des Wildbachs Colvera zur Energiegewinnung für Werkstätten und Schmieden genutzt wurde. Aus den einstigen Handwerksbetrieben entwickelte sich eines der bedeutendsten Zentren für Schneidwerkzeuge in Europa. Bis heute prägt diese Tradition die Identität der Stadt. Im Museum der Schmiedekunst und der Messerwerkstätten wird die Geschichte des Handwerks ­anschaulich erzählt. Rund um die Piazza Italia, das historische Herz Maniagos, erinnern zudem bedeutende Bauwerke an die lange Geschichte des Ortes. Ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist „Coltello in Festa“ am 30. August 2026, wenn sich die Stadt ganz der Kunst der Messerherstellung widmet. Aussichtsreich sind dabei Hubschrauberflüge mit Blick auf die umliegende Berglandschaft und das nahe Poffabro.

Barcis

© Luciano Gaudenzio

Eingebettet in die Bergwelt des Valcellina liegt Barcis am Ufer eines smaragdgrünen Sees, der dem Ort sein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht. Der Lago di Barcis zählt zu den schönsten Seen ­Friaul-Julisch Venetiens und ist ein beliebter Ausgangspunkt für Spaziergänge, Wassersport und Naturerlebnisse. Der Ort selbst lockt mit seinem historischen Zentrum und einer gastfreundlichen Atmosphäre. Zu den spektakulärsten Naturerlebnissen der Region zählt das rund 300 Hektar große Reservat der Cellina-Schlucht. Der tief eingeschnittene Canyon mit seinen steilen Felswänden gehört zu den beeindruckendsten Schluchten Italiens und kann über den ehemaligen „Alten Weg“, heute ein Rad- und Wanderweg, erkundet werden. Nicht weit entfernt eröffnen die Friauler Dolomiten, die zum Unesco-Weltnaturerbe gehören, weitere eindrucksvolle Abenteuer in unberührter Landschaft.

Caneva und Polcenigo

Am Fuß der Voralpen liegen Caneva und Polcenigo – zwei Orte, die Natur- und Kulturerbe auf besondere Weise miteinander verbinden. Caneva blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück. Davon zeugen archäologische Fundstätten wie der Palù di Livenza. Dieser zählt zu den bedeutendsten Pfahlbausiedlungen Norditaliens und gehört zum Unesco-Welterbe. Vom 20. Juni bis 6. Oktober laden kostenlose Elektrobootfahrten sowie Veranstaltungen für Familien dazu ein, dieses einzigartige Natur- und Kulturerbe zu entdecken. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Polcenigo. Der Fluss Livenza prägt das Landschaftsbild ebenso wie die türkisblauen Quellen des Gorgazzo, die einer Karsthöhle entspringen. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, findet mit den PASSIparole-Wanderungen eine besondere Möglichkeit, Natur, Geschichte und lokale Erzählungen miteinander zu verbinden. Ein beliebter Aussichtspunkt ist zudem die Big Bench von Caneva – eine riesige Panoramabank mit weitem Blick über die friulanische Ebene.

Toppo

Toppo bewahrt bis heute den Charakter eines historischen Voralpendorfes. Wahrzeichen des Ortes ist die Burg von Toppo, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen. Die Anlage zählt zu den bedeutendsten Burganlagen der Region und erinnert an die strategische Bedeutung des Gebietes zwischen Bergen und Ebene. Hoch darüber liegt der Monte Valinis, einer der bekanntesten Startplätze für Gleitschirm- und Drachenflieger in Europa. Von hier eröffnet sich ein weiter Blick über die friulanische Ebene bis zur Adria. Dank der günstigen Aufwinde gilt das Gebiet als ideales Flugrevier – auch für Einsteiger:innen. Der Flug führt über die Landschaft zwischen Meduna und den Hügeln von Sequals vorbei an der Burg von Toppo, bevor die Landung direkt am Fuß des historischen Dorfes erfolgt.

Poffabro

© Luciano Gaudenzio

Mit seinen Steinhäusern, engen Gassen und ­hölzernen Balkonen zählt Poffabro zu den schönsten ­Dörfern ­Italiens. Der kleine Ort im Val Colvera hat es geschafft, ­seinen historischen Charakter zu bewahren und zugleich behutsam weiterzuentwickeln. Für die vorbildliche Aufwertung des Ortskerns wurde ­Poffabro 2026 mit dem Premio-Livio-Scattolini-Preis als „­Innovatives Dorf“ ausgezeichnet. Asphaltflächen wurden durch Pflasterungen aus lokalem Stein ersetzt, Restaurierungen folgen klaren Richtlinien und bewahren die traditionelle Architektur bis ins Detail. Ein Beispiel dafür sind die Holzbretter an Balkonen und Treppen, ein wesentliches Merkmal der traditionellen Bauweise der Region. Weit über die Region hinaus bekannt ist zudem die Veranstaltung „Die Krippe unter den Krippen“, bei der im Advent zahlreiche Weihnachtskrippen das gesamte Dorf in eine stimmungsvolle Freiluftausstellung ­verwandeln. Am 4. September 2026 lädt die ­Veranstaltung „Paesi Aperti“ dazu ein, die Kultur, Traditionen und ­Spezialitäten des Val Colvera zu entdecken.

Sesto al Reghena

Sesto al Reghena wird von der imposanten Benediktinerabtei Santa Maria in Silvis geprägt. Die Klosteranlage mit ihren wertvollen Fresken aus der Schule Giottos zählt zu den bedeutendsten kunsthistorischen Sehenswürdig­keiten der Region. Rund um die Abtei hat sich ein harmonisches Ortsbild ­erhalten, das von Wasserläufen, historischen Gebäuden und einer langen ­klösterlichen ­Tradition geprägt ist. Eine besondere Verbindung zur Landschaft zeigt sich bei Hortuli Officinali, einem familiengeführten Landwirtschaftsbetrieb am Fluss Reghena. Auf einstigen Ländereien der Benediktinermönche werden hier Heil- und Gewürzpflanzen kultiviert, eine zeitgemäße Fortführung der jahrhundertealten Beziehung zwischen Natur, Landwirtschaft und Klosterkultur.

Valvasone

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Wer durch Valvasone spaziert, fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Das Dorf bewahrt bis heute sein geschlossenes mittelalterliches Erscheinungsbild. ­Mittelpunkt des Ortes ist das imposante Schloss von Valvasone, das über Jahrhunderte die Geschichte des Dorfes geprägt hat und noch heute von seiner einstigen Bedeutung zeugt. Rund um das Schloss laden historische Gassen und elegante Bauten aus Mittelalter, Renaissance und Barock zu einer Entdeckungsreise durch die Vergangenheit ein. Der Dom des Heiligsten Leibes Christi beherbergt eine prächtige venezianische Orgel aus dem 16. Jahrhundert, die von Pomponio Amalteo und Il Pordenone kunstvoll bemalt wurde. Auch der bedeutende Renaissance-Dichter Erasmo di Valvasone, eine der großen Persönlichkeiten des friulanischen 16. ­Jahrhunderts, ist eng mit dem Ort verbunden. Eine besondere Rolle spielt zudem das Wasser, das die ­Entwicklung des Dorfes seit Jahrhunderten begleitet hat. Davon erzählt der „Mulin dal Maiaroff“, eine historische Mühle, die als Zeugnis traditioneller Handwerkskunst erhalten geblieben ist und an eine Zeit erinnert, in der Mühlen das wirtschaftliche und soziale Leben der Region prägten.

Cordovado

Cordovado zählt zu den „Borghi più belli d’Italia“ und bezaubert mit seinem harmonischen Ortsbild aus historischen Gebäuden, Gärten und Wasserläufen. Rund um das mittelalterliche Zentrum erzählen Adelspaläste, Kirchen und alte Mauern von einer bewegten Vergangenheit. Gleichzeitig ist der Ort ein idealer Ausgangspunkt, um die Umgebung aktiv zu erkunden. Durch Cordovado führt der Dörfer-Rundweg R025, eine beliebte Fahrradtour, die einige der ­schönsten Orte der Region miteinander verbindet, darunter auch das nahe gelegene Sesto al Reghena. So verbindet sich kulturelles Erbe mit entschleunigtem Naturerlebnis und macht Cordovado zu einem besonderen Ziel für Radfahrende und Entdecker:innen.

San Vito al Tagliamento

Hinter den gut erhaltenen Stadtmauern von San Vito al Tagliamento verbirgt sich eines der schönsten historischen Zentren Friaul-Julisch Venetiens. Arkaden, elegante Palazzi und mit Fresken geschmückte Fassaden zeugen von der langen Geschichte des Ortes, der über Jahrhunderte ein ­bedeutender Knotenpunkt zwischen Venedig und dem Friaul war. Bis heute prägen die mittelalterlichen Strukturen und die lebendige Atmosphäre das Erscheinungsbild der Stadt. Ein besonderes Zeugnis der lokalen Geschichte befindet sich im Ortsteil Prodolone: die historische Mühle aus dem 14. Jahrhundert. Heute als didaktisches Museum zugänglich, vermittelt sie anschaulich, wie die Kraft des Wassers einst das wirtschaftliche Leben der Region bestimmte und Generationen von Menschen ernährte.

Spilimbergo

Spilimbergo genießt weit über die Grenzen Italiens ­hinaus einen hervorragenden Ruf dank seiner international anerkannten „Friaulischen Mosaikschule“ (auf Italienisch „Scuola Mosaicisti del Friuli“). Die historische Altstadt beeindruckt mit mittelalterlichen Palazzi, Fresken und einer lebendigen Kunsttradition. Ein besonderer Ort ist Borgo Valbruna, eines der ältesten Viertel der Stadt. Hier befindet sich der Palazzo di Sopra, ein sorgfältig restauriertes historisches Gebäude, das heute den Ausgangspunkt einer neuen geführten Besichtigungsroute durch Spilimbergo bildet. Der Rundgang eröffnet spannende Einblicke in die Geschichte, Architektur und Kultur der Stadt und führt Besuchende zu ihren bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Spilimbergo verbindet auf einzigartige Weise kunsthistorisches Erbe mit zeitgenössischer Kreativität und gilt als eines der kulturellen Aushängeschilder der Region.