Meistens beginnt Hilfe damit, nicht wegzuschauen. Dorthin zu blicken, wo Not sichtbar wird. Eine Schulter zum Anlehnen gebraucht wird. Eine helfende Hand, die das aus den Fugen Geratene wieder zurechtrückt. Oder eben eine Spende, die für jemanden das Fundament für einen Neuanfang bedeutet. „Ein Schicksalsschlag, eine Fehlentscheidung und man sitzt auf der Straße. Hier gilt es hinzuschauen, auch wenn man nicht gerne darüber redet. Ein schwieriges Thema ist meist nur ein Synonym für ein notwendiges“, so Musiker Paul Pizzera. Er ist einer der prominenten Botschafter der Benefizaktion „60Sec Portraits“, die am 3. Juli zugunsten von „Steirer helfen Steirern“ am Grazer Lendplatz stattfindet. Als unübersehbares Zeichen dafür, dass wir füreinander da sind. Gerade wenn es hart auf hart kommt. Seit fünf Jahren portraitieren die Berufsfotografen Marija Kanižaj, Gerd Tschebular und Ralph König in Kooperation mit der Agentur Rodarich rund um Geschäftsführerin Andrea Stanitznig nunmehr für den guten Zweck.

Das Prinzip ist einfach. „Jeder, der helfen will, kommt bei unseren Events vorbei und erhält gegen eine freiwillige Spende ein professionelles Portraitfoto“, erklärt Kanižaj. Zehntausende Euros an Spendengeldern konnten so schon übergeben werden. Auch heuer sammeln sie für Menschen in Not – bereits zum dritten Mal zugunsten von „Steirer helfen Steirern“. Und zum ersten Mal mit prominenter Unterstützung.

Sichtbare Zeichen der Solidarität

Neben Paul Pizzera engagieren sich ZiB-Moderatorin Nadja Bernhard, Schauspielerin Pia Hierzegger, Koch-Influencer Gerhard Dragschitz alias Motion Cooking, Styria-Vorstand Markus Mair sowie Kleine Zeitung-Geschäftsführerin Xenia Daum. Sie verleihen der Benefizaktion nicht nur ihre Gesichter, sondern auch ihre Stimmen, um möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu bewegen. „Selbstverständlich bewegen mich menschliche Schicksale. Man stumpft nie ab, auch wenn man jeden Tag darüber berichtet“, erklärt Bernhard. Ihre Bekanntheit dafür zu nutzen, dass am Ende mehr Menschen geholfen werden kann, sei selbstverständlich. Warum es die Promi-Botschafter aber überhaupt braucht? Um noch mehr Blicke in die richtige Richtung zu lenken. „Schicksalsschläge sieht man erst auf den zweiten Blick. Gerade der regionale Zusammenhalt macht es für viele aber leichter zu helfen, als wenn sich etwas weit weg von uns abspielt“, so Mair.

Eines ist aber bei „60Sec Portraits“ klar. „Die echten Helden sind all jene, die sich von uns portraitieren lassen. Das Volksschulkind, das seine fünf Euro Taschengeld der guten Sache zur Verfügung stellt ebenso wie die Bürogemeinschaft, die auf einen Firmenausflug verzichtet und das dafür geplante Budget lieber in Not geratenen Mitmenschen spendet“, so die Initiatoren. Jedes Foto und jede Spende seien ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Steirerinnen und Steirer eines besonders gut können: Hinschauen. Und zwar genau dort, wo es notwendig ist.

Was Pia Hierzegger, Nadja Bernhard, Gerhard Dragschitz, Xenia Daum, Markus Mair und Andreas Prückler über das Helfen erzählen, sehen Sie hier: