Das Jahr 2025 ist geschafft. Nun war es für die Mitglieder des Roten Kreuzes der Bezirksstelle Osttirol und Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher an der Zeit, bei der Generalversammlung im Kolpinghaus Lienz Bilanz zu ziehen. Zusammengefasst lässt sich sagen: Das vergangene Jahr war gegenüber 2024 deutlich arbeitsintensiver. Insgesamt 696 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – davon sind 609 freiwillige Helfer – engagierten sich 2025 für das Rote Kreuz Osttirol. Mit 81.279 freiwillig geleisteten Stunden (2024 waren es 72.892 Stunden) und mehr als 1,23 Millionen gefahrenen Kilometern (2024 waren es etwa 1.195.812 Kilometer) ging das Jahr zu Ende.
Im Rettungsdienst wurden 66.346 Stunden geleistet. Die Einsatzkräfte wurden zu exakt 21.146 Einsätzen alarmiert. Die Leistungen des Roten Kreuzes gehen jedoch weit über den Rettungsdienst hinaus. Im Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste wurden insgesamt 14.933 Stunden erbracht. Die Team Österreich Tafel unterstützte im Vorjahr 8939 Menschen, während „Essen auf Rädern“ knapp 30.000 Mahlzeiten auslieferte. „Im Rahmen unserer Hilfsfonds ‚Mitbürger in Not‘ und ‚PENNY-Familienfonds‘ konnten über 24 Personen beziehungsweise Familien mit insgesamt rund 23.500 Euro unterstützt werden“, schildert Kleinlercher.
Investitionen in die Zukunft
Auch in die Zukunft wurde kräftig investiert. Neben dem Ausbau der Ortsstelle Matrei wurden an der Ortsstelle Sillian die Toranlagen an die Anforderungen der neuen Rettungsfahrzeuge angepasst. „Gemeinsam mit der Anschaffung von vier modernen Rettungsfahrzeugen stärkt dies die Einsatzfähigkeit des Roten Kreuzes nachhaltig und sichert eine zeitgemäße Versorgung der Bevölkerung“, verdeutlicht Kleinlercher. Zudem ist das Rote Kreuz Osttirol im vergangenen Jahr dem Klimabündnis Tirol beigetreten und setzt verstärkt auf nachhaltiges Handeln.
Bei der Präsentation des Rechnungsabschlusses 2025 berichtete Finanzreferent Hansjörg Mattersberger, dass das Jahr mit einer positiven Bilanz beendet werden konnte.
Zahlreiche Ehrungen
Der Abend wurde genutzt, um langjährige Mitarbeiter auszuzeichnen. Unter anderem erhielt Bernhard Oberschneider von der Ortsstelle Matrei für 40 Jahre freiwilligen Dienst das Dienstjahresabzeichen in Gold sowie die Medaille des Landes Tirol für das Rettungswesen in Silber.
Ein weiterer Punkt war die Beförderung von Lorena Bstieler. Die im März neu gewählte Ortsstellenleiterin der Ortsstelle Matrei wurde zur Abteilungskommandantin ernannt und ist damit nach Valentina Erlsbacher erst die zweite Frau in Osttirol, die diese Funktion ausübt. Zudem wurden 23 Blutspender für ihren jahrzehntelangen Beitrag zur Lebensrettung geehrt.