In Wernberg sagte man am vergangenen Wochenende Pater Bruno Kempf (87) Lebewohl. Nach elf prägenden Jahren im Kloster soll er seinen Lebensabend alters- und krankheitsbedingt in seiner Heimat Würzburg im Caritas Seniorenzentrum St. Thekla verbringen.

Seelsorger in Spanien und Südafrika

Der Missionar war seit 2015 Rektor im Kloster Wernberg und prägte dort das kirchliche Leben ebenso wie viele Pfarren in der Umgebung. Bruno Kempf wurde 1939 in Würzburg geboren, trat 1959 in den Orden der Mariannhiller Missionare ein und wurde 1965 in Würzburg zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Missionar in Spanien und Südafrika, war am Mariannhiller Seminar in Lohr am Main tätig und kehrte wieder nach Spanien zurück. Rund 50 Jahre arbeitete er dort als Erzieher, Lehrer und Seelsorger. Von 1993 bis 2015 war er in der Deutschen Katholischen Gemeinde in Madrid tätig, zeitweise auch als Administrator.

Nun geht seine Wernberger Zeit alters- und krankheitsbedingt zu Ende. Das gesamte Kloster bereitete ihm einen herzlichen Abschied. Auch Bürgermeisterin Doris Liposchek (SPÖ) im Namen der Gemeinde und Pfarrgemeinderatsobfrau Veronika Partoloth richteten bewegende Worte an ihn. Pater Bruno wurde von Sanitätern nach Würzburg gebracht, zurück an jenen Ort, an dem er zum Priester geweiht wurde.

Provinzoberin Schwester Pallotti Findenig sagt über ihn: „Wir danken ihm für seinen treuen Einsatz für uns Schwestern und für alle Pfarren in der Umgebung.“ Seine 87 Jahre habe man ihm lange nicht angemerkt. „Die Lücke, die er reißt, ist groß.“ Für seinen Lebensabend in Würzburg begleitet ihn der Dank aus Wernberg.