Das Ringen um einen neuen Kollektivvertrag für die mehr als 200.000 Beschäftigten in Gastronomie und Hotellerie ist vorerst gescheitert. Wie die Wirtschaftskammer (WKÖ) am Freitagnachmittag mitteilte, wurden die Verhandlungen mit der Gewerkschaft vida ohne Einigung beendet. Die Arbeitnehmervertreter hätten das jüngste und nochmals nachgebesserte Angebot der Arbeitgeberseite abgelehnt.

Die WKÖ warf der Gewerkschaft in einer Aussendung vor, starr an unrealisierbaren Forderungen festzuhalten. Die Arbeitgeber hätten sich in den vergangenen Wochen schrittweise bewegt und auch Anliegen der vida in ihren Angeboten berücksichtigt. Da nun aber auch das letzte Kompromissangebot abgelehnt worden sei, habe man die Gespräche beendet.

Teils hitzig geführten Verhandlungen

Zuletzt hatten die Arbeitgebervertreter bei den teils hitzig geführten Verhandlungen eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3 Prozent geboten. Die Gewerkschaft forderte hingegen ein Plus von mindestens 3,6 Prozent zur Abgeltung der Inflation sowie zwölf garantierte freie Sonntage im Jahr und eine bezahlte Mittagspause. Derzeit liegt der KV-Mindestlohn für Hilfskräfte in der Branche in allen Bundesländern bei 2026 Euro brutto.