Bei den Gästen des ehemaligen Marampa-Pub beim Busbahnhof in Eisenerz war die Wehmut groß, als Ivo Gölz nach 40 Jahren sein Lokal zusperrte und auch zum Verkauf anbot. Mit Uwe Bergermann wurde ein Käufer gefunden, der schon einiges in Eisenerz investiert hat. Der aus Sachsen stammende Unternehmer hatte 2021 sein Herz für die Stadt Eisenerz entdeckt. Freunde hatten ihn zum Erzbergrodeo nach Eisenerz mitgenommen. „Mich hat die Gegend fasziniert und die Menschen sind sehr nett“, erklärte er bei einem Gespräch im März.

Uwe Bergermann verpachtet das ehemalige Marampa-Pub, das er im Dezember 2025 gekauft hat
Uwe Bergermann verpachtet das ehemalige Marampa-Pub, das er im Dezember 2025 gekauft hat © KK

Nachdem er ein Haus am Erzbach im Bereich Prossen gekauft hatte, folgte im Dezember 2025 der nächste Kauf: das Marampa-Pub. Betreiben wolle er das nicht selbst, aber verpachten würde er es. Und seit 1. Juni ist es soweit. Silke und Harald Forstner werden das Pub betreiben. „Wir haben einmal für ein Jahr einen Vertrag“, erklärt Silke Forstner.

Keine Unbekannten

Sie und ihr Mann sind in Eisenerz keine Unbekannten. Die neue Pächterin ist gelernte Konditorin, war dann in einem Industriebetrieb angestellt, ehe sie wieder zur Gastronomie zurückkehrte und zehn Jahre lang bei Helga Iraschko im Hallenbad-Restaurant in Eisenerz tätig war. Derzeit betreibt sie das Schulbuffet im Schulzentrum der Hak und des Borg Eisenerz.

Das ehemalige Marampa-Pub am Busbahnhof in Eisenerz heißt seit 1. Juni 8790er-Pub
Das ehemalige Marampa-Pub am Busbahnhof in Eisenerz heißt seit 1. Juni 8790er-Pub © KLZ / Johanna Birnbaum

Das ehemalige Marampa-Pub hat vom Betreiber-Ehepaar auch gleich einen neuen Namen verpasst bekommen. „Wir nennen es 8790er-Pub“, erzählt Silke Forstner. 8790 sei die Postleitzahl von Eisenerz und das passe auch zum Standort am Busbahnhof. Sie habe das Ziel mit ihrem Mann, der schon in Pension ist, ein gemütliches Lokal zu schaffen, wo man sich gerne trifft und gesellig sein kann.

Stammgäste und Technik

Bei der Eröffnung am Montag ließen es sich auch Stammgäste des ehemaligen Marampa-Pub nicht nehmen, wieder Pub-Luft zu schnuppern. „Wir sind ein Familienbetrieb und schauen, was wir schaffen können“, sagt Silke Forstner überzeugt. Groß aufkochen werde sie aber nicht. „Wir bieten Kleinigkeiten an, wie Pizza oder Hot Dogs. Für den kleinen Hunger eben“, sagt sie.

Schon während der vergangenen Wochen haben Silke und Harald Forstner mit der Adaptierung ihres Pub begonnen und auch die Technik schon ein Stück weit erneuert. „Manche Geräte sind einfach veraltet. Nach so vielen Jahren ist das so“, betont sie. Auf jeden Fall werde sie im Moment das Schulbuffet noch weiter betreiben und eben versuchen, beides, das Pub und das Buffet, unter einen Hut zu bringen.