Wo jahrzehntelang das sogenannte „Gelbe Haus“ an der B115 in Eisenerz stand, ist nun ein rot-graues Gebäude der Blickfang. Das neue Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Eisenerz wurde Freitagnachmittag feierlich eröffnet. „Das ist ein klares Zeichen gegen Bodenversiegelung. Das Rüsthaus wurde an einem Standort errichtet, wo viele Jahre ein großes Wohnhaus leergestanden hat. Die feierliche Eröffnung ist ein Feiertag für Eisenerz”, betonte Bürgermeister Thomas Rauninger, der auch Wirtschaftslandesrat Willibald ehrenhöfer, FPÖ-Klubchef Marco Triller und Landesfeuerwehrkommandanten Reinhard Leichtfried begrüßen konnte.

Für Gernot Neumann, Kommandant der Eisenerzer Feuerwehr, ist es besonders erfreulich, dass ein Teil der finanziellen Beteiligung der Feuerwehr in Höhe von 60.000 Euro durch eine Bausteinaktion zusammengekommen ist. „Wir wurden sehr unterstützt. Erfreulich ist, dass wir mit allen Bauabschnitten völlig im Zeitplan waren“, so der Kommandant, der schon beim Spatenstich im März 2025 erwähnte, dass das neue Rüsthaus bedeute, „endlich an der Bundesstraße zu sein und modernsten Standard vorzufinden.“

Millioneninvestition und Lage

4,5 Millionen Euro hat der Neubau in der Vordernbergerstraße 30 bis 36 insgesamt gekostet. Den Großteil der Kosten trägt das Land. Schon alleine durch die Lage an der B115 sei eine deutliche Verbesserung zum alten Standort neben der Stadtgemeinde gegeben. Dort wird übrigens nach Umbauarbeiten die neue Ortsstelle der Bergrettung einziehen.

Doch auch die moderne Infrastruktur hebt die Eisenerzer Feuerwehr in eine neue Dimension. Alle Einsatzbereiche sind parterre angesiedelt. Weitere Räumlichkeiten befinden sich im ersten Stock und beherbergen die Verwaltung und auch Schulungsräume. Die Fahrzeughalle bietet Platz für sieben Fahrzeuge und ist von den Umkleideräumen durch eine Schmutzschleuse getrennt. Dort befindet sich auch eine Waschanlage für Schuhe. Deutlich sichtbar ist der Schlauchturm, der sich im rechten Gebäudeteil befindet. Gedacht wurde natürlich auch an Aufenthaltsräume für die Mannschaft. Derzeit besteht diese aus 88 Mitgliedern, wobei 66 aktiv sind.

Rauninger erklärte auch, dass „mit diesem Rüsthaus gezielt in die Sicherheit investiert und ein moderner Mittelpunkt für die Feuerwehr geschaffen wurde“. Und zur modernen Ausstattung gehörte auch das neue Fahrzeug der FF Eisenerz, das gestern bei der Eröffnung gesegnet wurde. Musikalisch umrahmt wurden die Feierlichkeiten von der Stadtmusikkapelle Eisenerz.