Der Villacher Nino Weld will Graffiti und Street-Art in seiner Heimatstadt sichtbarer machen. Mit dem „Wandmalismus“ eröffnet der 30-jährige Künstler, der das CHS Villach für künstlerische Gestaltung besuchte und in der österreichischen Graffiti-Szene unter dem Namen „Grime“ bekannt ist, einen Urban Art Corner als neues niederschwelliges Kunstangebot an der Draulände.

Leerstand wird kreativ genutzt

Gedacht ist der Ort für Jugendliche, aber auch für interessierte Erwachsene, die gemeinsam kreativ sein, sich austauschen und an Entwürfen arbeiten möchten. Materialien stellt der Villacher zur Verfügung. Geöffnet ist der „Wandmalismus“ immer mittwochs von 11 bis 21 Uhr und das ohne Konsumzwang, wie der Künstler betont. Das Projekt nutzt einen Leerstand und ist ein reines Non-Profit-Kulturprojekt, das Weld selbst finanziert und organisiert.

Erst kürzlich wurde Weld für seine Graffiti- und Street-Art-Kunst als einer von fünf lokalen Künstlerinnen und Künstler im Rahmen der Bruno Gironcoli Preisverleihung mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Mit seiner Arbeit will er auch zeigen, dass Graffiti mehr sein kann als bloße „Beschmutzung“ von Hauswänden. „Die Urban-Art-Szene meiner Heimat liegt mir sehr am Herzen“, sagt Weld. Sein Ziel sei, dass Villach künftig auf der Weltkarte der Street-Art nicht nur aufscheint, sondern mit Städten wie Wien, Berlin, London oder Barcelona mithalten kann.

Im Sommer kommen 75 Künstler nach Villach

In Villach sollen heuer außerdem rund 1000 Quadratmeter zusätzliche legale Graffiti-Flächen entstehen. Eröffnet werden sollen sie im Rahmen der „Villack Graffiti Jam 2026“, zu der am 22. und 23. August rund 75 internationale und lokale Künstlerinnen und Künstler erwartet werden. „Die bestehende Fläche wird heuer sogar noch verdoppelt“, freut sich Weld auf Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt.