Positiv aufgenommen wird der Grundsatzbeschluss der steirischen Landesregierung, die Murtalbahn zu elektrifizieren und auf einen modernen Stand zu bringen. Aber auch etwas Skepsis schwingt mit.

Als Zeitraum für die Umsetzung nennt Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom die Jahre 2032 bis 2063, und das unter der Voraussetzung, dass Bund und Land Salzburg mitfinanzieren: „Im Jahr 2063 wäre ich 99 Jahre alt, ich hoffe also, dass ich die Fertigstellung noch erlebe“, sagt Muraus Bürgermeister Thomas Kalcher (ÖVP) mit einem Augenzwinkern. Er glaube aber an die steirische Landespolitik und hoffe auf eine möglichst rasche Verwirklichung: „Ich freue mich über den Beschluss. Wenn das alles so kommt, entspricht das unseren langjährigen Forderungen“, sagt Kalcher gegenüber der Kleinen Zeitung.

„Begrüßen den Beschluss“

Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher äußert sich in einer Aussendung: „Die Murtalbahn ist für die gesamte Region von enormer Bedeutung. Als steirische Sozialdemokratie haben wir uns in den vergangenen Jahren stets für den Erhalt und die Weiterentwicklung eingesetzt. Eine Attraktivierung ist gut und wichtig für die Bevölkerung in der Region. Daher begrüßen wir den Grundsatzbeschluss der Landesregierung.“

Auch Mobilitätssprecher Lambert Schönleitner von den Grünen sieht den Beschluss positiv und hofft, dass den Ankündigungen Taten folgen. „Es braucht jetzt rasch einen konkreten Zeit- und Finanzierungsplan, damit das Projekt nicht wieder auf halbem Weg stecken bleibt“, verweist er auf Modernisierungsankündigungen aus der Vergangenheit.

Landtagsabgeordneter Robert Reif von den Neos äußert sich ebenfalls positiv zum Beschluss und fordert wie Schönleitner „rasch Klarheit über Finanzierung, Zeitplan und Umsetzung“.