Am Freitag gab es im Planai-Stadion schon einiges zu hören – das Gehörte fiel aber noch in die Kategorie Lärm. Denn der Aufbau für das Summer-Opening hat nun offiziell begonnen. Damit Scooter, die erfolgreiche EDM-Kultband aus Deutschland, am Mittwoch den Konzertreigen eröffnen kann, steht aber noch einiges auf der To-do-Liste. „Heute sind die Metallarbeiten bei Tribüne und Bühne dran, dann geht es in Richtung Technik“, erklärt Veranstalter Klaus Leutgeb.
Bis Dienstag sollte dann alles fertig sein. Die fünf ganz unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstler – von eben Scooter über Sarah Connor, Roland Kaiser, Rainhard Fendrich bis zu Placido Domingo – stellen die Beteiligten vor besondere Herausforderungen. „Es sind fünf verschiedene Shows mit fünf verschiedenen Acts. In der Nacht muss die Bühne jedes Mal umgebaut werden, ebenso der Backstage-Bereich. Dazu kommen jeden Tag Transporte von und zum Flughafen – der eine reist ab, der nächste kommt.“
Alle mit dem „großen Besteck“
Die Bühne erstreckt sich über rund 35 Meter, über die ganze Breite des Planai-Parkplatzes. „Sie ist schon sehr groß, weil alle Künstler sehr viel Equipment und auch ihre Bands mithaben. Bei Domingo brauchen wir zudem Platz für ein ganzes Orchester.“ Unterschiedliche Varianten gibt es auch im Zuschauerraum: Während sich bei Scooter, Connor und Fendrich alles auf dem Parkplatz sowie dem VIP-Bereich in der Hohenhaus Tenne tummelt, wurde für Roland Kaiser – mit rund 12.000 verkauften Karten das gefragteste Konzert – eine eigene Tribüne auf den Zielhang gebaut. Bei Placido Domingo am Sonntag werden am Parkplatz Stuhlreihen platziert.
Die fünf Musikerinnen und Musiker selbst würden mit „dem großen Besteck“ nach Schladming anreisen, versichert Leutgeb dem Publikum an allen Tagen eine gute Show. Spacige Lichteffekte und „richtig viel Lärm“ erwarten die Zuschauer mit Scooter am Mittwoch. Bei Sarah Connor wird es hingegen sehr viele Emotionen und tollen Gesang geben, das „große Kino“ fährt dann Roland Kaiser am Freitag auf.
30.000 Personen erwartet
„Er hat 60 Leute im Gepäck und mehrere Lkw mit Material“, so Leutgeb. Austropop-Legende Fendrich werde es sich am Samstag nicht nehmen lassen, sein komplettes Repertoire auf die Bühne zu bringen, verrät er weiter. Und das Orchester von Placido Domingo sei bereits fleißig am Proben, auch am Sonntag wird es tagsüber wohl für den einen oder anderen zu hören sein.
Die Freude bei Leutgeb selbst ist groß, dass die erhofften 30.000 Tickets letztendlich verkauft wurden: „Ich bin super happy, dass wir das trotz aller Widrigkeiten geschafft haben.“ Sein Konter auf vereinzelte enttäuschte Stimmen: „Ich sage immer, es ist ein Unterschied, ob man 30.000 Menschen in der Stadt zu einem Konzert bringt, oder nach Schladming. Es ist das erste Jahr, da sind 30.000 Tickets eine sehr gute Zahl. Das gab es im ersten Jahr des Ski-Openings nicht.“