Die Halle in Bruck brodelt nicht nur, sie kochte beinahe über. Denn es war ein packendes und spannendes Duell, mit dem die BT Füchse und die Fivers aus Margareten das Ringen um den Finaleinzug eröffnet hatten. Die Trommeln wurden geschlagen und Pfiffe gellten von der Tribüne auf das Feld, auf dem sich ein Match mit offenem Visier bot. Die Wiener, die einen lautstarken Anhang auf der Tribüne hatten, waren lange knapp in Führung (maximal +3) vorn, doch in der 43. Minute traf Tilen Kosi zur erstmaligen Führung (21:20) für die Hausherren, die immer mehr Druck und Wucht aufgebaut hatten. Selbst in Unterzahl – die Füchse kassierten sieben Zwei-Minuten-Strafen – vermochten sie es zu parieren und waren zwei Tore vorn. Sich abzusetzen gelang gegen das variierende Spiel der Wiener nicht.

Die gingen mit einem Tor Vorsprung in die letzte Minute und die Füchse hatten die große Chance auf den Ausgleich und die Verlängerung. Der Ball lief gut zum linken Flügel und Thomas Kuhn hatte eigentlich Platz. Dennoch knallte der Wurf gegen den starken ukrainischen Nationaltorhüter Oleksii Novikov, der ein entscheidender Faktor war, an die Latte. Die Wiener siegten 30:29 (15:14). „Er hat heute eine bessere Leistung gezeigt als unsere“, streute auch Füchse-Trainer Benjamin Teras dem Goalie Rosen. „Wir haben gekämpft und ein paar Fehler gemacht. Aber das war erst das erste Spiel und es ist noch nicht vorbei.“

Graz spielt in Eggenberg

Alles andere als ein Sieg heute wäre für die HSG Graz ein schwerer Schlag. Zurück in ihrer alten Heimat Eggenberg (19 Uhr) müssen sie Hollabrunn biegen. Das Spiel findet im ASKÖ-Stadion und nicht im besetzten Sportpark (Badminton) statt. Denn sie liegen in der Abstiegsrunde auf dem letzten Platz und das mit einem Punkt Rückstand auf die Niederösterreicher. Danach warten noch die Duelle in Schwaz und gegen Bregenz. Das erste Kräftemessen in der zweiten Ligaphase gegen die Hollabrunner wurde auswärts 21:23 verloren. „Wir müssen punkten, um den letzten Tabellenplatz zu verlassen und uns eine bessere Ausgangsposition für die letzten beiden Partien zu erarbeiten“, sagt Regisseur Matic Kotar. „Sie sind aktuell formstark, daher rechnen wir mit einem sehr schweren Match.“