Mit Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer ist im Ö1-Morgenjournal schon ein prominenter ÖVP-Politiker gegen die Sparpläne an Österreichs Universitäten ausgerückt. Er sei „fassungslos und wie vom Donner gerührt“, dass die Bundesregierung mit Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) den Hochschulen die Mittel in der nächsten Finanzierungsperiode (2028 bis 2030) um eine Milliarde Euro kürzen will. Er werde das Gespräch auch mit Wien suchen, aber nicht Kanzler Christian Stocker (ÖVP) sei hier in erster Linie verantwortlich, sondern die rote Ministerin. Die Rektoren, die ja schon gestern Alarm geschlagen und für nächste Woche Großdemos angekündigt haben, werde er jedenfalls unterstützen.

Kunasek sieht einen Kahlschlag

Auch der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) meldete sich via Social Media zu Wort, um an die Regierung zu appellieren an der Zukunft des Standortes nicht zu sparen: „Das ist ein Kahlschlag“, der die Qualität bei Wissenschaft und Forschung gefährde. Allein die steirischen Hochschulen seien mit Kürzungen von 500 Millionen Euro betroffen, rund 1000 Arbeitsplätze, 500 davon an der TU Graz, stünden auf dem Spiel.

Kahr warnt vor Schaden für Stadt und Land

Auch die Bürgermeisterin der Universitätsstadt Graz, Elke Kahr (KPÖ), warnt vor diesem Schritt, der „ein hohes Risiko für die Entwicklung der Wissenschafts- und Forschungslandschaft Österreichs“ bedeute. Er treffe aber auch Städte und Gemeinden als Universitätsstandorte. Der massive Stellenabbau, der drohe, hätte auch massive Auswirkungen auf die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Landeshauptstadt: „Kürzungen in diesem Bereich werden unserer Stadt und dem ganzen Land schaden!“